Eltern wollen eine IGS in Lengede
Schule wird in den nächsten Tagen beantragt Kein Interesse an Hauptschulen
KREIS PEINE. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Lengede kann beantragt werden bei der Befragung haben sich ausreichend Eltern für diese Schulform ausgesprochen. Das teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit. Landrat Franz Einhaus: "Es gibt einen deutlichen elterlichen Bedarf für eine zweite IGS im Landkreis Peine." Innerhalb der nächsten 14 Tage soll die fünfzügige IGS bei der Landesschulbehörde beantragt werden.
Der Fragebogen war an rund 2400 Eltern im künftigen Einzugsbereich verschickt worden, die Rücklaufquote liegt bei 45 Prozent. Fast die Hälfte der Eltern möchte ihr Kind künftig am liebsten zu einer IGS schicken: 48 Prozent (siehe Grafik). Die Werte schwanken von Gemeinde zu Gemeinde stark: Während 74 Prozent der Lengeder Eltern eine IGS wünschen, sind es nur 14 Prozent in Wendeburg und 17 Prozent in Ilsede. "Die Zahlen sind interpretierbar. Vermutlich haben auch Faktoren wie die Länge des Schulwegs und die Angst an einigen Standorten um den eigenen Schulstandort eine Rolle gespielt", vermutet Einhaus.
Auffällig ist, dass das Elterninteresse an Hauptschulen im Befragungsgebiet mit 2 Prozent verschwindend gering ist das Interesse an Realschulen liegt bei 20, das an Gymnasien bei 30 Prozent. Einhaus: "Trotz aller Bemühungen und guter Arbeit an den Hauptschulen gibt es Probleme bei der Akzeptanz dieser Schulform." Das Ergebnis sei ein "Abbild der Schwierigkeiten, die wir mit unserem Schulsystem haben".
Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas reagierte erfreut auf das Ergebnis: "Überwältigend" sei die Zustimmung der Lengeder Eltern zur IGS. Das Votum sei überzeugend: "Der Antrag auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Lengede muss vom Land genehmigt werden", fordert Baas. Auch Landrat Einhaus sagt: "Ich sehe keinen Grund, warum uns das Geld keine Genehmigung erteilen sollte." Fakt aber ist: Das letzte Wort hat die Landesschulbehörde.
Allein 175 Drittklässler-Eltern wünschen sich eine IGS, davon 84 aus Lengede. Damit werde die Befürchtung Lengeder Eltern wieder aktuell, dass nicht alle IGS-Anmeldungen für Lengeder Kinder berücksichtigt werden könnten und das Los entscheiden müsse, so Bürgermeister Baas. Dies müsse verhindert werden. Landrat Einhaus hofft darauf, dass die Landesregierung die Vorgabe, dass neue Gesamtschulen mindestens fünfzügig sein müssen, aufgibt: "Am liebsten wollen wir kleinere integrierte Schulformen an allen Schulstandorten. Das wäre dann möglich."Wendeburg













