Unfall mit einem Toten in der "Panzerkurve"
Frau und Kind schwer verletzt – Ursache noch unklar
Sie fährt von Peine aus Richtung Edemissen, auf der Rückbank des Audi sitzt ihre siebenjährige Tochter. In der Kurve kommt ihnen plötzlich ein schlingerndes Fahrzeug entgegen – es knallt.
So zumindest hat die 28-jährige Frau das Unfallgeschehen der Polizei geschildert. "Das ist alles, was ich zu dem Unfall bisher habe", sagte Michael Mörs, stellvertretender Leiter der Polizei Edemissen, gestern Abend an der Unfallstelle. Vermutlich hatte es zur Unfallzeit oder kurz davor einen starken Regenschauer gegeben.
Der Unfall hatte sich gegen 18.30 Uhr in der sogenannten "Panzerkurve" ereignet – dort, wo die B 444 zwischen Stederdorf und Edemissen einen Knick macht. Der 47-jährige Fahrer des Ford Escort starb noch an der Unfallstelle – Reanimierungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Das Auto des Peiners glich einem Schrotthaufen. "Im Auto haben wir jede Menge Pizzaschachteln gefunden, vielleicht war es ein Bote", so Mörs.
Auch die Tochter der Frau – beide kommen aus Edemissen – wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen werden. Die Frau selbst kam mit schweren Verletzungen ins Klinikum Peine. Ein Gutachter untersuchte die Unfallspuren.
Zeugen gibt es keine – einige Jugendliche hörten lediglich den Knall und kamen zur Unfallstelle gelaufen. "Es ist unfassbar, dass an dieser Stelle nicht längst Tempo 70 vorgeschrieben ist", kommentierte einer der Rettungskräfte – zu oft würden an dieser Stelle Unfälle passieren.













