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11. Februar 2012
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Konzern baut Mobilfunkmast nicht bei Vallstedt, sondern bei Alvesse

Unternehmen will Konflikte vermeiden und entscheidet sich deshalb um – Aufatmen im Vallstedter Ortsrat

Von Harald Meyer

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VECHELDE. Er hat zu heftigem Streit in der Gemeindepolitik geführt – der Mobilfunkmast, der am Schützenheim/Rodelberg nordöstlich von Vallstedt geplant gewesen ist. Nun soll die umstrittene Anlage allerdings nicht mehr dort, sondern am Alvesser Rittergut errichtet werden.

Die Gutsfamilie und das Telekommunikationsunternehmen O2 als Betreiber seien sich einig, so dass der Errichtung des Mobilfunkmasten offenbar nichts entgegen steht: Das ist aus dem Familienkreis zu hören. "Die Leute beklagen sich, weil sie schlechten Handy-Empfang haben, schimpfen aber, wenn so ein Mast in ihrer Nähe gebaut wird", ist aus der Gutsbesitzerfamilie zu hören. "Wir benötigen den Mast in Vallstedt, um den Handy-Empfang im Ort, aber auch in den ICEs auf der Bahnlinie zu verbessern", hat O2 sein Vorhaben begründet.

"Ich bin froh, dass der Mobilfunkmast weit weg von Vallstedt gebaut wird", freut sich der Vallstedter Ortsbürgermeister Max Haupt (CDU). Nach seiner Überzeugung passt die Anlage auch besser nach Alvesse, also in das Umfeld der Windenergieanlagen.

In Vallstedt sollte der 40 Meter hohe Mast am Schützenheim/Rodelberg errichtet werden, laut Gemeindeverwaltung cirka 300 Meter von der Ortsbebauung entfernt. Der Vallstedter Ortsrat hatte den Standort einstimmig abgelehnt, die SPD-Mehrheit im Vechelder Verwaltungsausschuss jedoch im September 2008 diesen Standort auf gemeindeeigenem Grund durchgesetzt.

Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz berichtet: Die Vallstedter Feldmarkinteressentschaft habe es O2 untersagt, die Feldwege zum geplanten Mast bei Vallstedt zu nutzen – etwa für Wartungsarbeiten. "Die Interessentschaft kann das aber nicht verbieten, entscheidend ist die Gemeinde, und wir haben die Nutzung zugelassen", stellt Marotz klar. O2 sei aber dennoch vom Vallstedter Schützenheim/Rodelberg abgerückt, weil der Konzern "einen solchen Konfliktstandort nicht beanspruchen, sondern lieber einen konfliktfreien Platz suchen möchte".

Dabei ist das Unternehmen offenbar am Alvesser Rittergut fündig geworden. "Zwischen Mast und den ersten Alvesser Wohnhäusern liegt der Gutspark", beschreibt Marotz, der den Abstand zwischen der umstrittenen Anlage und den Häusern auf 500 bis 600 Meter schätzt. 2500 Euro pro Jahr hätte O2 der Gemeinde für den Betrieb der Anlage bei Vallstedt auf gemeindlichem Grund gezahlt – nun geht die Zahlung an den Eigentümer der Privatfläche bei Alvesse, die Gutsfamilie: "Der Mast soll in der Feldmark stehen, von unserem Wohnhaus haben wir ihn nicht in der Sicht."

Mittwoch, 16.12.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11430987/menuid/2162
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