Postinitiative Wipshausen lässt nicht locker zwei Termine im Februar
Am 18. Februar trifft sich die Postinitiative mit dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post
WIPSHAUSEN. Die Postinitiative Wipshausen hat einen prominenten Fürsprecher gewonnen: Für den 18. Februar hat SPD-Bundestagsmitglied Hubertus Heil ein Gespräch mit einem Verantwortlichen der Deutschen Post arrangiert.
Thorsten Bock, Initiator der Postinitiative, erzählt: "Wir sind auf alle Parteien zugegangen, aber Hubertus Heil war der einzige, der sich reingehängt hat in das Thema." Für den 18. Februar um 15 Uhr habe er im Egon-Bahr-Haus in Peine eine Informationsveranstaltung mit Stephan Siegmann, dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post, organisiert.
Bock: "Laut Herrn Heil ist diese Veranstaltung aber überparteilich." Eingeladen seien dazu Gemeinde- und Ortsbürgermeister sowie alle Interessierten und Betroffenen aus dem ganzen Kreis. "Wir wollen Herrn Siegmann unsere Probleme schildern und hoffen, dass sich die Deutsche Post vielleicht doch wieder dazu entschließen kann, eine Filiale in Wipshausen zu eröffnen."
Seit März 2009 müssen die Wipshausener zehn Kilometer weit bis Edemissen fahren, wenn sie zur Post wollen. 2800 Unterschriften hat die Postinitiative dagegen gesammelt. "Zu 90 Prozent ist die Resonanz im Ort auf unser Engagement positiv", meint Bock.
Aus dem Büro von Hubertus Heil in Peine heißt es, man habe bereits mit der Bundesnetzagentur Kontakt aufgenommen, um überprüfen zu lassen, ob rein rechtlich die Schließung der Postfiliale in Wipshausen in Ordnung ginge hier erfülle die Post jedoch alle Vorgaben. Es gebe jedoch einen zusätzlichen Spielraum, sodass man hoffe, im persönlichen Gespräch mit Siegmann noch etwas für die Wipshausener tun zu können.
Bocks Mitstreiter Eduard Mücke sagt: "Dass ein so großer Ort wie Wipshausen keine Post hat, ist einfach unmöglich." Besonders für alte Menschen, die meist auch keinen Internetzugang hätten, sei es unzumutbar, für einen Brief bis Edemissen zu fahren.
Noch vor dem Gespräch mit Stephan Siegmann wird die Postinitiative am 6./7. Februar am bundesweiten Treffen aller Antiprivatisierungs-Initiativen in Braunschweig teilnehmen. Bock: "Dort wollen wir unser Problem vortragen und hoffen, in Kontakt zu kommen mit betroffenen Ortschaften auch aus anderen Bundesländern."













