Warnstreik in Kindergärten, Schulen, im Klinikum und in der Verwaltung
Mehr als 200 Beschäftigte aus Peine reisten zur Kundgebung nach Hannover – Für heute kein Streik geplant
Mehr als 200 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Kreis Peine haben sich gestern am Warnstreik beteiligt und sind zur Großkundgebung in Hannover mit Verdi-Chef Frank Bsirske gefahren.
"150 Streikende sind mit uns nach Hannover gefahren. Darunter Beschäftigte von Landkreis und Stadt, Mitarbeiter des Klinikums, der Stadtwerke, der Kindertagesstätten sowie einzelne Mitarbeiter der Gemeindeverwaltungen", zählte Michael Aschenbach gestern auf, Gewerkschaftsfachsekretär bei Verdi in Braunschweig und zuständig für die Streikorganisation in Peine.
Per Mobiltelefon erreichte die Redaktion Aschenbach gestern in Hannover, im Hintergrund waren lautstark die Trillerpfeifen und Trommeln der mehr als 15 000 Demonstranten zu hören. "Die Arbeitgeberseite hat bisher kein Angebot vorgelegt. Wir wollen, dass sie dies am Mittwoch tut", so Aschenbach. Weitere 60 Streikende sind gestern mit der Kommunalgewerkschaft Komba, Kreisgruppe Peine, in die Landeshauptstadt gereist. "Mit dem Warnstreik wollen wir vor der dritten Verhandlungsrunde am Mittwoch in Potsdam den Druck erhöhen", erklärt Oliver Haupt, Komba Niedersachsen. Für den heutigen Dienstag sind keine Streiks geplant.
Sechs Peiner Kindergärten haben sich am Streik beteiligt. Während die Kita Lummerland komplett geschlossen blieb, hatten die Kitas Rappelkiste, Löwenzahn, Bärenhöhle, Eulennest und Pusteblume Notgruppen eingerichtet. Die Eltern hätten Verständnis gezeigt, hieß es. "Im Rathaus haben 32 Mitarbeiter gestreikt, bei den städtischen Betrieben 44", gab Stadtsprecherin Melanie Widdel-Scheer Auskunft. Zudem hätten sich die Hausmeister von fünf Schulen – Ratsgymnasium, Gymnasium am Silberkamp, Grundschule Rosenthal-Schwicheldt, Hainwald-Grundschule und Eichendorffschule – am Warnstreik beteiligt.
Katja Schröder, Sprecherin des Landkreises, teilte mit: "Von der Kreisverwaltung haben sich fünf Beschäftigte zum Streik abgemeldet." Zu "nennenswerten Beeinträchtigungen" sei es nicht gekommen.
Nach Auskunft der Gemeindeverwaltungen wurde in Lengede, Wendeburg und Vechelde nicht gestreikt. Mitarbeiter der Gemeinde Lahstedt hatten sich zwar angemeldet, Fachbereichsleiter Hans-Joachim Föste sagte aber gestern: "Mir ist kein Streik bekannt."











