BZV
newsclick
Suchen
14. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Hornbostel: "Die Natur holt die Verzögerung auf"

Frühkartoffeln werden später als geplant gepflanzt

Von Katharina Vössing

zoom
Großansicht Großansicht

WEHNSEN. Noch kommen die Frühkartoffeln nicht in die Erde. Die lange Frostperiode verzögert das Pflanzen. Landwirt Michael Hornbostel erzählt, warum die Knolle aus der Region dennoch pünktlich auf den Tisch kommt.

Ihre Augen keimen. Sanft beleuchtet liegen die Frühkartoffeln in Holzkisten, die gestapelt in einem ehemaligen Stall lagern. Sie sind bereit gepflanzt zu werden, aber der Boden ist es noch nicht.

Seit November sind die Saatkartoffeln im Vorkeimlager, zwei Klimabereiche sorgen dafür, dass es aus den unterschiedlichen Sorten gleichzeitig sprießt. In 2009 wurden die Kartoffeln schon Anfang März gepflanzt. "In diesem Jahr können wir frühestens Ende nächster Woche beginnen", sagt Hornbostel, der seit 1995 zusammen mit seiner Frau den 160 Hektar großen Familienbetrieb führt. "Zuerst muss der Frost aus dem Boden sein. Sonst bekommen die Kartoffeln einen Kälteschock."

Wenn es so weit ist, werden für drei Wochen vier Erntehelfer aus Polen kommen, um die 60 Tonnen Frühkartoffeln in die Erde zu bringen. "Noch sind die Kartoffeln jedes Jahr in die Erde gekommen." Verzögerungen durch das Wetter gebe es fast jedes vierte Jahr.

30 Hektar bepflanzt Hornbostel damit. Dieser kleine Teil seiner gepachteten Ländereien mache in guten Jahren über 50 Prozent seines Verdienstes aus. In schlechteren Jahren zahle er drauf. Für diese Situation hat Hornbostel andere Standbeine, wie eine Biogasanlage, die er mit seinem Cousin betreibt.

Die Sorge, dass die Frühkartoffeln nicht rechtzeitig auf den Tisch kommen, sei unbegründet. Denn "die Natur holt die Verzögerung auf." Schief gehen könne dennoch einiges: "Es kann regnen, regnen, regnen." Zudem seien die Spätfröste eine Gefahr für eine gute Ernte. Doch dafür habe Hornbostel Beregnungsanlagen. Sie befeuchten die Pflanzen, die unter einer Folie wachsen mit Wasser und verhindern so, dass der Frost Schaden anrichten kann. In schlechten Jahren habe er bis zu 20 Mal beregnen müssen, im letzten Jahr nur zwei Mal.

"Wir sind bemüht, den Markt so früh wie möglich zu bedienen." Bis zur Ernte brauchen die Kartoffeln 80 bis 90 Tage. Wenn alles gut läuft werden die ersten Frühkartoffeln dann Anfang Juni zu kaufen sein.

Freitag, 12.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11903595/menuid/2162
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos der Region

Städte suchen Wege aus Schuldenfalle

zum Artikel ]

VfL-Spielerin startet beim "Nacktrodeln"

zum Artikel ]

Stadt warnt: Eis auf dem Südsee trägt nicht mehr 

zum Artikel ]

Politik fordert Entschärfung von Ampelkreuzung

zum Artikel ]

Schwelender Streit ums Biogas

zum Artikel ]

Vom Rittergut sollen nur zwei Gebäude übrigbleiben

zum Artikel ]

Alte E-Lok 32 aus Sicherheitsgründen eingezäunt

zum Artikel ]

So macht Chemie-Unterricht Spaß

zum Artikel ]

Rat wird dem Mobilitätsmuseum zustimmen

zum Artikel ]

Nabu warnt: Leguane sind keine Haustiere

zum Artikel ]

Zwei Hobby-Fotografen setzten sich auf Bundesebene durch

zum Artikel ]

Jugendkunst von Mauern und einem Bauwagen

zum Artikel ]

Stadtwerke: Landgericht verhandelt über Sonderausgabe

zum Artikel ]

Delphin-Palast erhält ein Lifting

zum Artikel ]