Neue Kinderkrippen in Rosenthal und Dungelbeck auf dem Prüfstand
Für Neubauten nicht genug Anmeldungen vorhanden – Finanzdezernent Seffer: Bedarf wird trotzdem gedeckt
Der Neubau von Krippen in Rosenthal und Dungelbeck steht auf der Kippe: Finanzdezernent Friedhelm Seffer sagte den PN, dass es die beiden mittelfristig geplanten Vorhaben nicht geben könne, wenn nicht mehr Kinder angemeldet werden.
Rosenthals Ortsbürgermeister Dietmar Meyer: "Vorgesehen war für 2011 ein Anbau am Kindergarten, der in einer ersten groben Schätzung 400 000 Euro kosten sollte." Dort sollten Kindern aus Rosenthal, Berkum, Handorf und Schwicheldt aufgenommen werden.
Seffer: "Doch bisher gibt es für Rosenthal in diesem Jahr nur fünf Anmeldungen und für 2011 nur eine." Das sei zu wenig. Und für Dungelbeck (geschätzte Kosten: 710 000 Euro) seien noch keine konkreten Zahlen bekannt, ergänzt Ortsbürgermeister Bernd Detlef Mau.
Wenn das so bleibe, müsse die Stadt beide Vorhaben aus der mittelfristigen Finanzplanung für 2011 herausnehmen und ins Jahr 2012 verschieben, erklärt Seffer. Denn grundsätzlich gelte: Es müsse mindestens 15 Kinder geben, damit sich eine Krippe rentiere. Grund zur Unruhe gebe es jedoch für die Eltern nicht, sagt der Dezernent.
Noch 2010 würden Krippengruppen in Vöhrum (Löwenzahn), der Südstadt (Lummerland), in der Innenstadt (Sankt Jakobi) und in Stederdorf (Teichstraße) in Betrieb gehen. "Damit und mit den bereits vorhandenen Krippen stehen 60 weitere Plätze zur Verfügung". Damit könne der Bedarf gedeckt werden, der aus den vorliegenden Anmeldungen hervorgehe. Darüber hinaus kämen zu diesen Krippenplätzen mehrere Tagesmütter, die auch individuellere Betreuungswünsche erfüllen könnten.
Die Entscheidung der Stadt, beide Neubauten in der mittelfristigen Finanzplanung ins Jahr 2012 zu verschieben, stößt bei Meyer und Mau auf Verständnis. Man könne in der jetzigen wirtschaftlichen Lage nicht in Vorhaben investieren, deren finanzielle Rentabilität nicht gesichert sei, lautet die einhellige Antwort.
Dennoch, sagen beide ebenso einstimmig: Man habe volles Verständnis, wenn die Eltern ihre Kinder an ihrem Wohnort unterbringen wollen. Und deshalb würden beide für die Errichtung einer Krippe in ihrer Ortschaft kämpfen, wenn genügend Bedarf da sei.













