Peiner Schüler zeigen Zivilcourage
Veranstaltung in der Wilhelmschule Besuch von Ministerin Heister-Neumann
PEINE. Bürgermeister Michael Kessler brachte es auf den Punkt: "In Peine haben 16 Prozent der Bürger Migrationshintergrund, Tendenz steigend", sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Zivilcourage in der Mensa der Wilhelmschule. Und es gebe keinen Zweifel daran, dass die Spannung in dieser Gruppe und in anderen "problematischen Schichten" wachse.
Dennoch: Gestern haben Schülerinnen und Schüler der Bodenstedt-Wilhelmschule unter großem Beifall der etwa 90 Gäste, zu denen auch Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann zählte, gezeigt, wie man mit diesen und anderen Konflikten umgehen kann: Unter dem Titel "Zivilcourage hat viele Gesichter zeig deins", präsentierten zahlreiche Jugendliche ein Medienprojekt, ein Theaterstück und andere Formen der Zusammenarbeit unter Schülern, die Zivilcourage zeigen.
Gänsehautstimmung gab es bei einem Kurzfilm zum Thema Religionen. Der präsentierte auf drei großen nebeneinander aufgestellten Leinwänden zu einem Lied von Xavier Naidoo in wenigen poetischen Worten Religionshass, Menschenquälerei und Kriegszerstörung.
In deutlichen Worten und in ganz anderer Form konfrontierten elf Mitglieder des Theaterprojekts "Meine Deine Stärken Eine Expedition in meine deine Welt" die Gäste mit ihrer Realität und fragten zu ganz konkreten Situationen: Wie geht es mit der Schule weiter? Was mache ich später beruflich? Was passiert, wenn ich schwanger werde?
Streitschlichter stellen sich zwischen die Parteien
Und unmittelbar auf die Probleme in der Wilhelmschule gingen dann Streitschlichter und die sogenannten Buddys ein. Die stellen sich nach einer speziellen Anleitung und Ausbildung zwischen streitende Parteien und versuchen, Schlimmes zu verhindern. Oder sie betreuen als Buddys Schüler in unterschiedlichen Situation vom Büchereibesuch über die Klassenbetreuung bis hin zur Hausaufgabenhilfe.
Mit dem Tag der Zivilcourage will die Niedersächsische Landesregierung die Menschen für mutiges Handeln sensibilisieren und ihnen das richtige Verhalten in Notlagen anderer Menschen zeigen. "Sie sollen ermutigt werden, sich für andere einzusetzen", sagte Heister-Neumann. Die Aktion wird landesweit mit vielen Partnern umgesetzt und fand gestern ihren Höhepunkt mit Projekten wie in Peine.













