Großkontrolle der LKW-Spezialisten
Polizei und Zoll stellen bei Überwachung des Güterverkehrs zahlreiche Verstöße fest
Viel Betrieb herrschte gestern auf dem Gelände der Feuerwehr Peine: 22 Polizisten, 13 Beamte des Hauptzollamtes, ein Dolmetscher sowie drei Polizei-Motorradfahrer haben ihre bisher vierte gemeinsame Fahrzeugkontrolle vorgenommen.
"Hauptsächlich kontrollieren wir Lastkraftwagen und Transporter, also gewerblichen Güterverkehr. PKW mit Anhänger werden nur rausgezogen, wenn sie offensichtlich unsicher sind. Unsere Beamten auf den Motorrädern haben ein Auge dafür, ob was zu finden ist", sagte Hauptkommissar Sascha Stock, Einsatzleiter der gestrigen Aktion. Die Tatbestände waren vorrangig Lenkzeitüberschreitungen und unzureichend gesicherte Ladung. In diesem Fall müssen die Fahrer dann selbst Hand anlegen und die Ladung ordnungsgemäß sichern, was viel Zeit kosten kann: "Wir haben Lebensmittel geladen, wenn wir hier jetzt lange rumhantieren, wird die Kühlkette unterbrochen" berichtet ein Fahrer. Insgesamt seien die Kontrollen zwar richtig, aber oft seien die Beschwerden völlig praxisfern.
Ulfried Schulze, Zollamtsrat, leitete die Zollbeamten an. Beanstandet wurden zum Beispiel verbotene Zusatztanks, um Treibstoffkosten einzusparen, oder Verdachtsfälle von Leistungsmissbrauch – also Schwarzarbeit.
Kontrolliert wurden insgesamt 77 LKW und Busse. Technische Mängel wurden bei 34 der Fahrzeuge gefunden, gegen Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten wurde in 56 Fällen verstoßen. Bei 14 LKW war die Ladung nicht ordentlich gesichert. In 18 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt, bis die Fahrer ihre Ruhepausen eingelegt hatten oder die Ladung ausreichend gesichert war.
Auf Schwarzarbeit wurden 84 Personen kontrolliert und elf Verfahren wegen des Verdachts des Leistungsmissbrauch eingeleitet. Bei Diesel-Kontrollen wurde in drei Fällen wesentlich billigeres Heizöl getankt.













