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09. September 2010
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Zweite Chance dank Peter Zwegat

RTL-Schuldnerberater weist Peiner Familie den Weg aus den roten Zahlen

Von Fabian Wachsmuth

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PEINE. Zweimal blickte Schuldnerberater Peter Zwegat in völlig überraschte Gesichter: das erste Mal, als er Susanne und Uwe Gieger aus Peine eröffnete, dass sie sich bereits in der Privatinsolvenz befinden. Das zweite Mal, als er Susanne Giegers Mutter Rosemarie Oerter mitteilte, dass sie ausgerechnet mit ihrem Haus für ihre Tochter und ihren Schwiegersohn bürgt.

Abgesehen davon wussten die Beteiligten der am Mittwoch ausgestrahlten Folge der RTL-Serie "Raus aus den Schulden" aber nur zu gut, was Sache war: Familie Gieger hatte durch die Selbständigkeit des Familienvaters Schulden in Höhe von mehr als 360 000 Euro angehäuft. Uwe Gieger konnte sich nach einem Unfall nicht mehr um seinen Motorradladen kümmern, Kunden und Einnahmen brachen weg, Tochter und Sohn verloren ihre Jobs im elterlichen Betrieb, die Familie musste Kredite, Leasingraten und Rechnungen unbezahlt lassen. Weil die Giegers nicht mehr weiter wussten und ihnen zuletzt auch noch der Strom abgestellt wurde, riefen sie Peter Zwegat, Schuldnerberater in Diensten von RTL, zu Hilfe.

Der hatte für die finanzielle Situation der Familie auch gleich den passenden Vergleich parat: "Wir haben es hier mit einer Lawine zu tun – nicht mehr mit einem Schneeball, der noch beiseite gekickt werden kann." Denn bei Durchsicht der Unterlagen stellte Zwegat fest, dass auch die Großmutter ins Schuldengeflecht der Familie verstrickt war. Durch ihre Bürgschaft drohte Rosemarie Oerter ihr Haus zu verlieren.

Hier sei das Verhandlungsgeschick Peter Zwegats gefragt, raunte dazu der Sprecher aus dem Off. Nach langen Gesprächen mit der Bank und dem Insolvenzverwalter von Familie Gieger präsentierte der Schuldnerberater eine Lösung: Uwe Gieger verzichtet auf die Selbständigkeit, und das Ehepaar sucht sich feste Jobs, damit die Abzahlung der Kreditraten künftig gesichert ist. Gleichzeitig verkauft Rosemarie Oerter die Eigentumswohnung, die sie abgesehen von ihrem Haus besitzt, kauft sich mit dem Erlös sowie einem Bankkredit aus der Bürgschaft für ihre Familie frei und kann so zumindest ihr Haus behalten.

Susanne Gieger wusste noch nicht so recht, mit dieser zweiten Chance umzugehen: "Ich weiß nicht, ob ich mich eher freuen oder traurig sein soll." Peter Zwegat freute sich dagegen vor allem für Oma Rosemarie.

Freitag, 21.05.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12267207/menuid/2162
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