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12. Februar 2012
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Winterschäden – die schlimmsten Schlaglöcher sind verschwunden

Zentrale Winterdienst-Alarmierung geplant – Keine Schadenersatzklagen wegen Schlagloch-Schäden


KREIS PEINE. Schlaglöcher, Risse, abgebrochene Fahrbahnbefestigungen – der harte Winter hatte die Straßen im Kreis Peine hart mitgenommen. Über Reparaturarbeiten sprach Katja Dartsch mit Kai-Uwe Burgdorf, Fachdienstleiter Straßen.

Herr Burgdorf, wie weit sind die Reparaturen fortgeschritten?

Die Beseitigung der Winterschäden ist bereits weit fortgeschritten. Die schweren Schäden sind behoben. Für die Restarbeiten sind aber noch ein paar Wochen erforderlich. Die von Fremdunternehmen vorzunehmenden Sanierungsarbeiten für Oberflächenbehandlungen und Risssanierung sind ausgeschrieben und werden im September ausgeführt.

Besonders betroffen waren ja die Straßen, die ohnehin bis 2014 ausgebaut werden sollen. Wird deren Ausbau nun vorgezogen – oder werden die aktuellen Schäden erstmal provisorisch behoben?

Ausbaumaßnahmen werden nicht vorgezogen. Eine Ausnahme bildet die K 23 zwischen der B1 und Klein Lafferde. Diese bislang nicht vorgesehene Maßnahme sollte nach Möglichkeit im kommenden Jahr durchgeführt werden, da die Straße nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähig ist. Hierfür ist aber die Zustimmung der politischen Gremien nötig.

Kann man den Schaden beziffern, der durch den Frost entstanden ist?

Eine Bilanz kann erst Anfang nächsten Jahres gezogen werden.

Haben die Mitarbeiter des Winterdienstes ihre vielen Überstunden schon abbauen können?

Sie sind bis zum Beginn der nächsten Winterdienstsaison Ende Oktober abgebaut. Aus Kostengründen – aber auch, weil unsere Mitarbeiter diese Tätigkeit besser als Fremdfirmen ausführen können – werden die Flickreparaturen von eigenem Personal durchgeführt. Da die Straßenwärter hierdurch und durch den Abbau der Überstunden nicht für andere Arbeiten zur Verfügung stehen, kann es dort zu Verzögerungen kommen. Nicht aufschiebbare Arbeiten werden daher an Fremdunternehmen vergeben.

Angedacht war eine gemeinsame Winterdienstzentrale von Landkreis, Stadt und Gemeinden. Wie weit sind die Planungen fortgeschritten?

Der Ausdruck Winterdienstzentrale ist etwas hochgegriffen. Davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Es ist jedoch ein Einstieg durch eine zentrale Alarmierung für den Winterdiensteinsatz vorgesehen.

Die Stadt Zwickau wurde dazu verurteilt, einem Mann Schadenersatz zu zahlen, dessen Auto aufgrund eines tiefen Schlaglochs Schaden genommen hatte. Gibt es vergleichbare Klagen im Landkreis Peine?

Klagen wegen Straßenschäden aus dem letzten Winter sind bis heute nicht eingegangen. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Verkehrssicherheit täglich zu gewährleisten. Der Landkreis Peine hat in den vergangenen fünf Jahren ein großes Baupensum absolviert und dabei mehr als 30 Kilometer Straßen ausgebaut oder saniert. Die "Sorgenkinder" haben wir im Blick und reagieren in aller Regel frühzeitig, in dem unsere Streckenwarte Schnellreparaturen ausführen. Grundsätzlich müssen Fahrzeugführer aber immer mit Schlaglöchern rechnen.

Freitag, 30.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12697332/menuid/2162
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