Ein Baum für jedes Neugeborene
Oelerser Ortsrat möchte Babywald anlegen
OELERSE. Von Männern wird laut einer Redensart erwartet, dass sie einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und ein Kind zeugen. Diejenigen Oelerser Männer, die die letzte Aufgabe schon erfüllt haben und die erste noch erfüllen wollen, können dies bald tun. Denn der Ortsrat plant, einen Babywald anzulegen: Die Eltern aller Oelerser Neugeborenen eines Jahres können dort für ihr Kind einen Baum pflanzen. Die Kosten dafür übernimmt der Ortsrat.
Anlass für das Vorhaben ist ein Flurbereinigungsverfahren, über das die Gemeinde Edemissen ein früher in Privatbesitz befindliches Stück Tauschland in Oelerse erhalten hat. Der Ortsrat entwickelte daraufhin die Idee, die Parzelle nahe der L 387 am südwestlichen Ortseingang zum Babywald umzugestalten.
In einer jährlichen Zeremonie beginnend in diesem Herbst soll das Gelände, auf dem derzeit nur eine einzelne Eiche steht, mit weiteren Bäumen bestückt werden: ein Baum pro neugeborenes Kind, versehen mit einem entsprechenden Namensschild. Als erster Jahrgang sollen demnächst die Eltern aller nach dem 1. Januar 2010 geborenen Kinder für die Baumpflanzung angeschrieben werden. Dies legte der Oelerser Ortsrat in seiner Sitzung am Mittwochabend fest.
Das Gremium diskutierte außerdem über die seit Jahren geforderte Ampelanlage an der L 387 in Höhe des Oelerser Spielplatzes. Ortsrat und Bürger sehen an der unübersichtlichen Stelle vor allem für Kinder und ältere Menschen eine erhebliche Gefahr. In der Vergangenheit hatte der Landkreis Peine jedoch darauf verwiesen, dass das Verkehrsaufkommen dort zu gering sei, um eine Ampel zwingend erforderlich zu machen.
Der Landtagsabgeordnete Matthias Möhle habe diesbezüglich nun ein Bittschreiben an Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode gesandt, teilte Oelerses Ortsbürgermeister Holger Meyer mit. Bode habe jedoch in seiner Antwort ebenfalls auf das zu geringe Verkehrsaufkommen verwiesen. Ortsrat und Bürger zweifeln diese Zahlen an.
Der Oelerser Ortsrat beantragt deshalb nun bei der Gemeinde Edemissen die Finanzierung einer sicheren Überquerung. Nach Wunsch des Ortsrats sollen dafür 50 000 Euro im Haushalt 2011 eingeplant werden.













