Tollkühne Piloten finden: "Das ist besser als Achterbahnfahren"
Seit 30 Jahren gehört das Stoppelfeldrennen zu Wendeburg – 299 Fahrer am Start
Auch die 30. Auflage des Stoppelfeldrennens des Motorsportclubs (MSC) Wendeburg erwies sich am Wochenende als Publikumsmagnet. Über 4500 Zuschauer verfolgten die spannenden Rennen in der Feldmark vor den Toren Wendeburgs.
Die Veranstalter konnten die Teilnehmerzahl in diesem Jahr nochmals steigern: Mehr als 300 Fahrer gingen an den Start, um in sechs Klassen zu punkten.
Die tollkühnen Piloten in ihren röhrenden Kisten – darunter auch Eigenbauten – müssen, so erklärt Pressesprecher Thorsten Pitt, eine gehörige Portion Mut, Geschick und Waghalsigkeit mitbringen – "und sie müssen staub- und wasserdicht sein."
Vor allem der familiäre Charakter macht die Veranstaltung so attraktiv. Pitt: "Man trifft sich immer wieder, und zwischen Fahrerlager und Zuschauern herrscht eine entspannte Atmosphäre."
Die Fahrer mussten unter anderem einen 800 Meter langen Parcours auf dem Feld "bezwingen". Nicht immer ging dabei alles glatt. Um die Strecke schnellstmöglich wieder frei zu bekommen, standen jedoch Trecker bereit, die die ausgefallenen Fahrzeuge von der Strecke hievten. Dann hieß es wieder freie Fahrt.
In diesem Zusammenhang dankt der MSC ausdrücklich Landwirten und Gartenbauern für ihre tatkräftige Unterstützung. "Nicht zu vergessen unsere 60 Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten", erklärte Pitt, der auch auf die zahlreichen Auflagen seitens der Gemeinde verwies. "Die Sicherheit und der Umweltschutz werden groß geschrieben. Unter den Fahrzeugen im Lager müssen Planen liegen, um eventuelles Öl aufzufangen. Außerdem müssen Feuerwehr, Erste Hilfe, Sicherheitsabstand der Zuschauer und die Parkmöglichkeiten geregelt sein." Bereits heute Abend soll der Acker wieder umgepflügt sein.
Den Besuchern gefällt das Spektakel immer wieder aufs Neue: "Ich bin mit meiner Freundin hier, weil ihr Onkel mitfährt. Wir sehen interessanten Motorsport mit vielen spektakulären Fahrkünsten", sagte der Himbergener Peter Webs. Durch die Nähe zum Geschehen erlebe man Sport zum Anfassen. Super sei auch die Organisation und die damit verbundene Sicherheit für die Zuschauer. Auch Tine Stutterich aus Braunschweig lobte die Veranstaltung – ihr Bruder fuhr mit. "Die Action passt, und die Stimmung ist super, meinte die Löwenstädterin, die sich auch auf die abendliche Party freute.
Auch im Fahrerlager herrschte rundum positive Stimmung. "Ich bin seit 2006 dabei und genieße den absoluten Adrenalinschub beim Start. Das ist weitaus besser als Achterbahnfahren", erklärte der Wedtlenstedter Martin Ehm.













