Abschied von Pater David Chodor und ein bunter Fußballschal geht mit
Verabschiedung mit einer Heiligen Messe Nachfolger Rein Ounapuu wird nächsten Sonntag eingeführt
VÖHRUM. In der voll besetzten Kirche St. Josef in Vöhrum sangen sie: "Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen." Mit einer Heiligen Messe verabschiedete sich die katholische Gemeinde "Zu den Heiligen Engeln" am Samstag von Pater David Chodor.
Der 38 Jahre alte Priester, der zwei Jahre als Pfarrvikar in der gesamten Pfarrgemeinde, also nicht nur in Peine, sondern auch in den Kirchorten Dungelbeck, Edemissen, Hämelerwald und Vöhrum tätig war, wechselt zur Gemeinde St. Martin in Hannover.
Pfarrer Thomas Blumenberg sagte: "Wir bedauern dies, hatten wir doch gedacht, Pater David würde wenigstens drei Jahre in Peine bleiben. Aber die Oratorianer werden in Hannover gebraucht." Zur Erklärung: Oratorianer sind Mitglieder einer Ordensgemeinschaft, die zwar kein Gelübde ablegen, aber dennoch miteinander leben und beten.
Die Zeit in Peine sei für ihn "eine Herausforderung und eine neue Lebensschule" gewesen, sagte Pater David in seiner Predigt. Er habe hier "viele Begegnungen mit sehr guten Menschen gehabt", für die er sehr dankbar sei. Abschied sei mit Emotionen verbunden. Aber man müsse loslassen können, denn schon in der Bibel stehe: "Alles hat seine Zeit."
An der Gestaltung der Heiligen Messe wirkten auch Diakon Helmut Zimmermann, der Kirchenchor von St. Josef sowie 18 Ministranten aus allen Teilgemeinden mit. Sie sprachen Fürbitten für den scheidenden Pfarrvikar.
Ministrantenarbeit und Firmungen waren Pater Davids Schwerpunkte. "Durch sein offenes, bescheidenes und zuhörendes Wesen" habe er die jungen Menschen in hervorragender Weise erreicht, sagte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Dirk Iwasinski. Seine Tochter Helena überbrachte nicht nur die Abschiedsworte der Jugend, sondern überreichte Pater David Geschenke wie zuvor ihr Vater.
Die Ministranten hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen. Sie übergaben dem künftigen Hannoveraner einen bunten Schal, den die Fußballfans von Hannover 96 tragen. Da brandete in St. Josef viel Beifall auf. Den Dank der polnischen Gemeindemitglieder überbrachte Alexandra Lidzbarski ihrem polnischen Landsmann.
Pater Davids Nachfolger, Rein Ounapuu, wird am nächsten Sonntag, 12. September, 10.30 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Teilgemeinde Heilig Kreuz in Dungelbeck in sein neues Amt eingeführt. Der heute 53-Jährige wurde in Tallinn (Estland) geboren und 1985 in Riga zum Priester geweiht. Seit dem Jahr 2004 ist er in Braunschweig als Pfarrer tätig.













