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13. Februar 2012
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Kinderlachen bleibt als Erinnerung

Wechselvolle Vergangenheit: Vom Freizeit- und Vogelpark zur Biker-Kultstätte – Bald Wohnen und Gewerbe?

Von Harald Meyer

GADENSTEDT. Zuerst war es Tummelplatz für Kinder, dann für Vögel, später für Biker und Abiturienten. Doch inzwischen tummelt sich nichts mehr auf dem ehemaligen Freizeitparkgelände an der B444 (Höhe Gadenstedt): Es dient als Abstellplatz für Landmaschinen.

Dabei hat es im September 1976 munter begonnen mit diesem Privatgelände. Seinerzeit hat das nahe Möbelhaus dort das "Gröverland" ins Leben gerufen, um den Kindern etwas zu bieten, während sich die Eltern im Geschäft die neusten Sitzecken oder Lampen ansehen. In einer kleinen Eisenbahn konnten die Mädchen und Jungen das Gelände erkunden, die Marienkäferbahn (Achterbahn) war ebenso beliebt wie der Autoskooter und Miniskooter; dazu gehörten ein 4000 Quadratmeter großer überdachter Spielplatz und ein Café mit 300 Plätzen.

Zwar verlor diese Freizeitanlage offenbar nach einigen Jahren ihren Reiz, doch der nächste Investor stand schon 1984 mit einer Idee vor der Tür: Eine Miniaturwelt mit Orchideencafé und Gartenbahn sollte entstehen. "Wir als Gemeinde haben bereits die nötigen Planverfahren vorgenommen, um dieses Projekt zu ermöglichen", erinnert sich Lahstedts Bauamtsleiter Hans-Joachim Kloster. "Leider ist der Investor pleite gegangen, so dass die neue Anlage nie in Betrieb gegangen ist."

Eröffnet wurde hingegen 1989 der Vogelpark auf der Fläche, die mitsamt der Parkplätze (Asphalt/Schotter) rund 3,5Hektar umfasst. Doch vor rund zehn Jahren ist auch den Piepmätzen die Luft ausgegangen – der private Betreiber musste den Vogelpark schließen. Seitdem war der frühere Freizeitpark Ort für Abi-Parties des Ilseder Gymnasiums und für Bike-Shows – im Eingang hängen noch Plakate der 99er-Show.

Vorübergehend Unterschlupf gefunden hat jetzt ein Lahstedter Existenzgründer, der dort Landmaschinen geparkt hat. "Wir helfen ihm aus der Bredouille, bis er sein Unternehmen erweitert hat", sagt Friedhelm Holey, Geschäftsführer des nahen Möbelhauses "tejo Wohnwelt".

Doch nach der Erweiterung von "tejo" soll die Fläche wieder anders genutzt werden: "Es wird wohl in Richtung Wohnen und Gewerbe gehen", blickt Kloster voraus. Eines jedenfalls ist klar: Ein Freizeitpark wird dort nicht mehr eröffnen – dafür ist die Zeit ein für allemal vorbei. Doch die Erinnerung bleibt.

Donnerstag, 13.03.2003
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/1358438/menuid/2162
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