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09. Februar 2012
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Märchenwald steht in Wahle

Roger Hertwig lässt sein Haus in der Weihnachtszeit mit 1700 Lichtern erstrahlen

Von Harald Meyer

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WAHLE. Eigentlich, und da ist Roger Hertwig ganz ehrlich, reißt ihn Weihnachten nicht sehr vom Hocker. "Das ist doch jedes Jahr dasselbe", sagt der Wahler ohne die ganz große Vorfreude. Und dennoch ist für ihn dieses Fest willkommener Anlass für ein wahrhaft "leuchtendes Schauspiel".

Sobald es draußen dunkel ist, taucht Hertwigs Haus mitsamt Garten in weihnachtliche Stimmung: An 27 Bäumen und Sträuchern, aber auch an den Häuserwänden funkelt es in rot, rosa, gelb, grün und blau – insgesamt 1700kleine Lichter machen es möglich und lassen zudem 200 rote Weihnachtsbaumkugeln funkeln. Die Fenster sind geschmückt mit christlichen Motiven, an denen Lämpchen einen Rentierschlitten, eine Krippe sowie Mond und Sterne erkennen lassen. Und noch ’ne Zahl: Exakt 513 Meter Kabel hat Hertwig für seine Pracht verlegt.

"Ich mache das nicht für mich, sondern für andere", betont er. "Andere" – damit meint der 51-Jährige diejenigen, die sich vor dem Haus versammeln und das Lichterspiel bewundern. "Da kommen nicht nur Kinder ins Staunen, sondern auch Erwachsene", freut sich Hertwig über "den Hochbetrieb draußen".

Auf die Idee, sein Grundstück in einen "Märchenwald" zu verwandeln, ist der Wahler durch Bilder aus den USA gekommen – in Sachen Weihnachtsbeleuchtung ein weltweiter Vorreiter. Und Hertwigs Lieblingsfilm – "Schöne Bescherung" mit dem Schauspieler Chevy Chase – tat ein Übriges: "Ein Knopfdruck, und das ganze Haus ist erleuchtet. Dann knallt die Sicherung durch, und alles ist dunkel."

Ein Alptraum für Hertwig. Zwar springt auch seine (computergesteuerte) Beleuchtung per Knopfdruck an. Doch ihm reicht es schon, wenn "Jugendliche meine Lichter rausdrehen, obwohl ich eine Videoüberwachung habe", will der gelernte Bäcker, der längst zum Computerfreak geworden ist, an ein Durchbrennen der Sicherung gar nicht denken.

Bis einschließlich Neujahr sorgt Roger Hertwig in Wahle (Glatzer Straße12) jeden Tag von 16.30 bis Mitternacht, in der Silvesternacht gar bis 2 Uhr, für besonderen Glanz. "Dabei werden 250Watt draufgehen – also acht Euro", will er dafür die "beiden Schachteln Zigaretten" gerne opfern. Im Internet ist sein erleuchtetes Haus unter www.weihnachtshaus.com zu begutachten.

Mittwoch, 03.12.2003
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/2264803/menuid/2162
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