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12. Februar 2012
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Austausch erweitert den Horizont

Afrikanische Delegation aus dem Kirchenkreis Borwa II reist heute in ihre Heimat zurück

Von Kirsten Rehbock

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KLEIN EDDESSE. Nach einem zweieinhalbwöchigen Aufenthalt von Südafrikanern aus dem Kirchenkreis Borwa II im Landkreis Peine müssen die Gastfamilien von ihren Gästen nach einer erlebnisreichen Zeit bereits wieder Abschied nehmen. Die afrikanische Delegation reist heute mit vielen neu gewonnenen Eindrücken in ihre Heimat zurück.

"Die Menschen in Deutschland waren sehr freundlich, und ich habe mich in meiner Gastfamilie als Teil der Familie gefühlt", blickt Maggie Moqosane glücklich zurück, als sie von den Erlebnissen bei Monika und Klaus Stolzke aus Klein Eddesse erzählt. Vor vier Jahren hatte Familie Stolzke erstmals zwei Afrikanerinnen des Kirchenkreises Borwa II beherbergt.

Nach diesem Erlebnis wurden beide Mitglieder im Partnerschaftskomitee, das für den Austausch von Deutschen und Südafrikanern zwischen den beiden Kirchenkreisen zuständig ist. "Durch diesen gegenseitigen Austausch erweitert man seinen Horizont in allen Bereichen", erklärt Klaus Stolzke, der mittlerweile bereits drei Mal nach Südafrika gereist ist.

Auch die Afrikaner waren von dem in Deutschland Erlebtem begeistert. "Der Besuch in der Lutherstadt Wittenberg half mir, meine Religion und die Geschichte Martin Luthers zu verstehen", sagt Maggie Moqosane. "Ich bin sehr stolz, sein Haus sowie seine Grabstätte gesehen haben zu dürfen, das hat mir sehr viel bedeutet."

Die Afrikanerin Talitha Moqosane wies nach dem Besuch eines deutschen Konfirmandengottesdienstes auf Unterschiede des Verständnisses von Religion in Deutschland und Südafrika hin.

"Bei uns beschäftigen sich die Konfirmanden tiefergehend mit der Religion, es wird ihnen auch beigebracht zu predigen. Südafrikanische Konfirmanden scheinen Religion als wichtiger zu erachten als deutsche Jugendliche."

Nicht nur von religiösen Erfahrungen konnten die Afrikanerinnen berichten. Neben der Lutherstadt Wittenberg hatte die Delegation auch Ausflüge in das Hannoversche Parlament, die Berufsbildenden Schulen in Vöhrum und zahlreiche Altenheime gemacht. "Unsere Gäste waren allem gegenüber sehr aufgeschlossen", sagt Monika Stolzke.

Maggie Moqosane und Talitha Moqosane stimmen beide darin überein, dass sie bei diesem Aufenthalt im Landkreis Peine viel gelernt haben und jederzeit gerne wiederkommen würden. Nicht zuletzt, um die in den Gastfamilien geschlossenen Freundschaften zu pflegen.

Dienstag, 14.09.2004
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/3243268/menuid/2162
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