Schlicht im Gebet gen Mekka
Neu eingerichtet im Peiner Klinikum: zwei Gebetsräume für Moslems
PEINE. Der Raum ist schlicht, mit arabischen Schriftzeichen an der Wand und einem in Richtung Mekka ausgelegten Gebetsteppich. Eine Zuflucht für Menschen, die beten wollen, für gläubige Moslems, die sich im Klinikum Peine als Patienten oder Besucher aufhalten. Je ein Gebetsraum (Mescid) für Frauen und Männer wurde eingerichtet.
Die beiden Räume im dritten Obergeschoss des Peiner Klinikums liegen gleich neben dem christlichen Andachtsraum auf dem Flur vor den Stationen. Vom Haupteingang des Klinikums ist der Weg zu ihnen ausgeschildert.
"Vor einiger Zeit waren zwei Moslems hier und haben gefragt, ob wir solche Gebetsräume einrichten könnten", berichtet Klinikum-Verwaltungschef Dietrich Zinowsky auf PN-Nachfrage. "Wir haben diese Anregung aufgenommen und nun sind die Räume fertig", sagt Zinowsky. Die Gebetsräume wurden in Blickrichtung Mekka entsprechend eingerichtet, entlang der Wand sind arabische Schriftzeichen aufgemalt. "Es sind Namen von Imamen in der Nachfolge des Propheten Mohammed", erläutert Zinowsky. Gestaltet wurden die beiden Räume von einer Salzgitteraner Firma, die auch schon Moscheen in der Region ausgemalt hat.
Wie hoch der Anteil gläubiger Muslime unter den Patienten im Peiner Klinikum ist kann Zinowsky nicht beziffern, hofft aber, dass Patienten islamischen Glaubens die neuen Gebetsräume annehmen.
"Ich finde das sehr gut", freut sich Mustafa Altun, Vorsitzender des türkisch-islamischen Kulturvereins in Peine über die Gebetsräume im Klinikum. Ein eigener Raum sei sehr angenehm, denn gläubigen Moslems seien mehrmals am Tag Gebete in Richtung Mekka im Koran vorgeschrieben. Bislang seien die Gebete den Patienten im Peiner Klinikum jedoch nur in den Krankenzimmern möglich gewesen.













