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09. Februar 2010
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Nächste Masche: "Ich werde seit Wochen mit Wein attackiert"

Verbraucherzentrale: "Telefonwerbung ist verboten" – Wendeburgerin: "Werden Sie erst mal Witwe"

Von Kerstin Loehr

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PEINE.  Nicht nur in Büchern, nein auch im Wein liegt die Abzocke: Gerda Vorbau aus Wendeburg hat etwas Ähnliches erlebt wie die vielen Empfänger unangeforderter "Partnerschaftsbücher" (PN berichteten mehrfach).

"Ich werde seit drei Wochen mit Wein attackiert, am Telefon. An manchen Tagen gleich dreimal." Der Preis für die Lieferung von guten Tropfen aus immer verschiedenen Weingütern solle jeweils 49 Euro plus 12,95 Euro Versand betragen. Mal sei es Wein von der Mosel, mal vom Rhein. Wer genau dahinter steckt, weiß Gerda Vorbau nicht: "Die stellen sich immer so schnell vor, das kann man gar nicht verstehen." Sie vermutet Callcenter am anderen Ende der Leitung.

Auch Weinproben würden ihr regelmäßig angeboten. "Ich sage dann immer, ich probiere gern, nur kaufen werde ich nicht." Dann sei das Gespräch meist sehr schnell beendet. Bis zum nächsten Anruf. Gerda Vorbau ärgert sich zwar über das ständige Bimmeln, lässt sich aber in keiner Weise weichklopfen: "Das ist eine Verkaufstechnik, die haben wahrscheinlich ihre Keller voll." Bei ihr sei jedoch nichts zu holen.

Außerdem ist Gerda Vorbau, die seit Jahren Witwe ist, längst an derlei Aktionen gewöhnt: Ganz schlimm sei es nach dem Tod ihres Mannes gewesen, da habe sie von Beate Uhse Pakete erhalten. "Viele schämen sich dann und zahlen. Mir macht das aber nix. Ich hab mir damals sogar einen Anwalt genommen."

Seither habe sie regelmäßig mit Lockangeboten wie "Sie haben gewonnen" zu tun. "Werden Sie mal Witwe", sagt sie schmunzelnd. Sorgen macht sich die frühere Lehrerin eher um andere ältere Frauen, insbesondere Witwen in Trauer.

Zur Telefonwerbung hat die Verbraucherzentrale eine klare Devise: "Telefonische Werbung ist grundsätzlich verboten, das ist unlauterer Wettbewerb", sagt Gabriele Peters, Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das Problem: "Weitreichende Sanktionen gibt es meist nicht. Wir warten immer noch auf eine Novellierung des Gesetzes."

Donnerstag, 22.03.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/6550395/menuid/2162
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