Kuh in Duttenstedt hat die Blauzungenkrankheit
Landkreis Peine wird Sperrgebiet – Kreissprecher: Keine Gefahr für Menschen
KREIS PEINE. Die befallene Kuh in Duttenstedt wurde vermutlich von einer Stechmücke infiziert. Diese sind Überträger der Blauzungenkrankheit, die der Mensch nicht bekommen kann.
Bislang war nur die Gemarkung Oelerse im Westen Edemissens Teil der Schutzzone wegen der Blauzungenkrankheit (PN berichteten). Sie war in einem Zuchtbetrieb bei Burgwedel in der Region Hannover ausgebrochen. Wie die Kreisverwaltung gestern mitteilte, wird nach dem Duttenstedter Fall der ganze Landkreis zum Sperrgebiet. Das heißt:
Mit Inkrafttreten am Samstag gibt es Einschränkungen beim Transport von Wiederkäuern, vor allem von Rindern, Schafen und Ziegen.
Die Behörden beobachten die Viehbestände. Alle Halter von Schafen, Ziegen, Gehegewild und Rindern, die das bislang noch nicht gemeldet haben, fordert der Kreis auf, den Bestand umgehend zu melden.
Die Tierbestände werden regelmäßig tierärztlich untersucht.
Verendete Tiere werden untersucht und unschädlich beseitigt.
In den Ställen werden Insektizide versprüht.
Letzteres ist wegen der die Krankheit übertragenden Stechmücken notwendig. Die Blauzungenkrankheit heilt nach etwa 100 Tagen aus, die Tiere müssen nicht getötet werden. Kreissprecher Henrik Kühn sagte bereits vorgestern gegenüber den PN: "Allerdings entsteht betroffenen Landwirten Schaden durch die Behandlung und weil beispielsweise die Milchleistung nachlässt." Fleisch und Milch selbst seien aber in Ordnung.
Information beim Kreis unter
(0 51 71) 40 17 16, ab Montag unter 4 01 60 55.













