Viele Argumente für eine zweite Gesamtschule und Standort Lengede
SPD und Grüne im Kreistag wollen Projekt vorantreiben Infrastruktur in Peiner Südkreisgemeinde vorhanden
LENGEDE. Sollte es eine zweite Gesamtschule im Kreis Peine geben, spricht vieles für einen Standort Lengede. Darin sind sich Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas sowie Lengedes SPD-Chef und Kreistagsabgeordneter Frank Hoffmann einig.
Doppelt soviel Anmeldungen wie Plätze gibt es für die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Vöhrum. Oder wie es Schulelternratsvorsitzender Frank Hoffmann ausdrückt: "Wir könnten die gleiche Schule nebendran bauen und immer noch nicht alle Kinder aufnehmen."
Der SPD Unterbezirk Peine will Forderungen von Eltern nach einer zweiten Gesamtschule unterstützen und hat die SPD-Fraktion im Kreistag aufgefordert, dafür notwendige Anträge zu stellen. "Wir werden entsprechend handeln", kündigt SPD-Kreistagsfraktionschef Günter Hesse an. Unterstützung kommt vom Grünen-Koalitionspartner. "Wir sehen zwingenden Handlungsbedarf", so Grünen-Kreistagsmitglied Doris Meyermann. Einstimmig hat sich die Kreismitgliederversammlung der Grünen für eine weitere IGS ausgesprochen.
"Wir werden eine Bedarfsermittlung im Kreistag beantragen", betont Kreistagsmitglied Hoffmann. Ein gesichert festgestellter Bedarf sei eine Grundvoraussetzung für die Genehmigung einer Gesamtschule durch die Landesschulbehörde.
Zum möglichen Standort Lengede sagt Hoffmann: "Es ist eigentlich schön, dass sich die Leute heute um den Gesamtschul-Standort prügeln." In Ilsede, dort war die heutige IGS Vöhrum zunächst angesiedelt, habe es damals heftigen Widerstand gegeben, erinnert Hoffmann. Ziel der Gesamtschule sei eine Erhöhung der Gymnasialquote. Dies spreche für Lengede.
"Wenn man nicht ganz neu an anderer Stelle investieren will, bietet sich Lengede an", betont Hans-Hermann Baas. Die Infrastruktur mit Mensaneubau, Sporteinrichtungen sowie den Gebäuden der Haupt- und Realschule sei vorhanden. Auf dem Gelände der Hauptschule sei zudem Platz für eine räumliche Erweiterung.
Die Stadt Peine und der Nordwesten seien mit der IGS Vöhrum abgedeckt, in Vechelde gebe es ein Gymnasium, in Wendeburg eine Realschule, nennt Baas weitere Argumente für ein gymnasiales Angebot in Lengede.
"Der Elternwille ist wichtig", meint Michael Kramer, Chef der Lengeder CDU und Kreistagsmitglied. Er kann sich vorstellen, dass seine Fraktion Bemühungen um eine zweite Gesamtschule "wohlwollend begleite". "Schön", so Kramer, dass Lengede als Standort im Gespräch sei. "Aber man muss die bestehenden Schulen ansprechen."













