Alstom drängt auf österreichischen Markt
Standort Salzgitter soll von Aufträgen profitieren
WATENSTEDT. Alstom tritt in den österreichischen Markt ein. Ein Engagement, von dem auch der Standort in Salzgitter profitieren könnte. Das berichtet Jürgen Lück im Auftrag des Unternehmens.
Neben der Ausrüstung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Wien-Salzburg mit der Zugsteuerungstechnik ETCS im Auftragswert von 200 Millionen Euro will sich Alstom auch an Ausschreibungen beteiligen, die eine direkte Auswirkung auf das Werk Salzgitter mit seiner Zugfertigung hätte. In Wien soll das S-Bahn- Netz mit bis zu 100 neuen Fahrzeugen ausgerüstet werden – ein Volumen in dreistelliger Millionenhöhe laut Alstom.
Im Jahr 2011 soll eine neue private Schnellzugverbindung zwischen Wien und Salzburg in Betrieb gehen. Auch dies sei ein Projekt, an dem man interessiert sei und wovon der Waggonbau in Salzgitter profitieren könne, hieß es bei Alstom.
Philippe Mellier, Präsident von Alstom Transport, begründet den Markteintritt wie folgt: "Der österreichische Markt wird bisher von Siemens und Bombardier beherrscht. Es scheint, als ob wir ein paar kleine Probleme überwinden müssen, um unsere Produkte in Österreich erfolgreich zu vermarkten. Wir haben einige Chancen."
Martin Lange, Vorsitzender der Geschäftsführung Alstom Transport Deutschland in Salzgitter: "Signale und Rückmeldungen der Kunden bestärken uns in unserem Engagement in Österreich." Laut Angaben des Bundesverbandes der Bahnindustrie wird in Österreich ein jährlicher Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielt. Am Standort Salzgitter, an dem jährlich rund 100 Fahrzeuge gebaut werden, arbeiten 2500 Menschen.













