Paten für Anti-Atom-Trecker gesucht
Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands, schickt einen der Schlepper zur Demo nach Berlin
Vier Trecker stehen auf dem abgemähten Weizenfeld von Ludwig Wasmus in Bleckenstedt. Vier Trecker, die gegen die Atomwirtschaft protestieren werden. "Motoren, Stahl und Rüben statt Atommüll und Lügen" steht auf einem Transparent.
Wasmus ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und organisiert den Anti-Atom-Treck auf Salzgitter-Gebiet: Mehrere Hundert Trecker fahren Ende August von Gorleben über Braunschweig, Schacht Konrad und die Asse nach Berlin zu einer großen Anti-Atom-Demonstration am 5. September. Ihr vielsagendes Motto: "Mal richtig abschalten".
Wasmus wartet mit seinen Mitstreitern Michael Kutz, Ingo Hummel, Stefan Ehlers und Peter Dickel auf Annelie Buntenbach. Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands, kommt eigens aus Berlin, um eine Patenschaft für einen der Protest-Schlepper zu übernehmen. Die Männer feixen: Im Hintergrund wird mit Hilfe eines Krans eine Seilscheibe des Förderturms von Schacht Konrad 1 heruntergelassen. "Seht ihr, die bauen Konrad schon ab", sagen sie lachend.
Dann kommt Buntenbach. "Ich möchte mit meiner Patenschaft zum Ausdruck bringen, dass der Ausstieg aus der Atomkraft definitiv und unumkehrbar sein muss", sagt sie. Sie bezahlt aus der eigenen Tasche etwa 300 Euro für den Kraftstoff nach Berlin. "So viel muss dann doch sein", sagt sie trocken. Es sei wichtig, noch vor der Bundestagswahl zu zeigen: "Wir müssen aus der Atomkraft raus", so Buntenbach. "Wer könnte das besser als die Trecker aus Gorleben und Salzgitter?"
Es können noch Patenschaften für 100 oder 300 Euro für einen Trecker übernommen werden: unter E-Mail buero@anti-atom-treck.de oder Telefon 0 58 41/96 15 00.













