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11. Februar 2012
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CDU: Hauptschullehrer angemessen bezahlen

Kreisverband und Ratsfraktion legen gemeinsames Positionspapier zu Schulpolitik vor

Von Peter Gamauf

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SALZGITTER.  Wahlfreiheit statt Einheitsbrei: Dafür sprechen sich der CDU-Kreisverband und die Ratsfraktion der Union in einem neuen gemeinsamen Positionspapier zur Schulpolitik aus.

Es gehe um grundsätzliche Standpunkte der Schulpolitik, wie sie im Wesentlichen auch vom Rat beeinflusst werden könnten, erläuterte Wolfgang Jainta bei der Vorstellung der Thesen. "Wir wollen unter anderem zeigen, dass wir die Integrierte Gesamtschule zwar nicht als zwingend notwendig erachten, aber dass wir sie als Angebot ebenso akzeptieren wie konfessionelle Schulen", so der Kreisvorsitzende. Einer Gemeinschaftsschule als Regelschule ("Einheitsbrei") erteilt die CDU nach wie vor eine deutliche Absage.

"Das mehrgliedrige Schulsystem wird durch weitere Formen ergänzt": So lautet die Formel, mit der die CDU nicht ideologische Kämpfe führen, sondern laut Jainta "das Beste für unsere Kinder" will. Wo sich Schullandschaften veränderten, entstehe Konkurrenz, die die Schulen zu mehr Leistung ansporne. Die so entstehende Qualität liege der CDU "besonders am Herzen", ergänzt Klaus Poetsch, schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion. Salzgitteraner Kinder sollten auf dem Arbeitsmarkt mit Bewerbern aus anderen Kommunen mithalten können.

Weiterer Schwerpunkt ist die Forderung nach ortsnahen Schulangeboten. Wenn Klassen allerdings gewisse Größen nicht erreichten, müsse auch das Nachdenken über eine Zusammenlegung von Schulen gestattet sein, heißt es. Kann diese Überlegung angesichts des vorausgesagten Einwohnerrückgangs nicht konkreter gefasst werden? Nein, meint Jainta. Zum einen sei es Ziel der Familienpolitik der Stadt, den Trend umzukehren. Und es müsse abgewartet werden, wo sich in Zukunft junge Familien ansiedeln, sprich: wo Schulen benötigt werden.

Dritter zentraler Aspekt: Die Hauptschule soll aufgewertet werden. Um qualifizierte Bewerber als Lehrer zu gewinnen, plädiert die CDU für eine angemessene Bezahlung der Pädagogen. "2008 hat die Stadt 1,7 Millionen Euro in Hauptschulen investiert", weist Fraktionsgeschäftsführer Steffen Kuhlmann darauf hin, dass auch die Kommune an Verbesserungen interessiert sei.

Weitere CDU-Positionen:

Mehr Ganztagsschulen für mehr Betreuung. Die CDU favorisiert die offene Ganztagsschule, damit Angebote von Musikschule und Vereinen berücksichtigt werden können.

Das ambitionierte Schulsanierungsprogramm von Oberbürgermeister Frank Klingebiel soll fortgesetzt werden.

Samstag, 29.08.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10873239/menuid/2163
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