"Wer senil ist, der genießt Narrenfreiheit"
Elber Carnevalsverein feiert Prunksitzung Narren verleihen Verdienstorden an Horst Merkens
BADDECKENSTEDT. "33 mal Elbe helau beim ECV" hieß es am Freitagabend bei der Prunksitzung des Elber Carnevalsverein (ECV). Und Karnevalspräsident Andreas Bürger freute sich über ein volles Haus. Als Gastprinzenpaare begrüßten die Narren Torsten II. und Angelika I. vom Groß Elber Carnevalsverein (GCV), Mario I. und Diana I. von den Hildesheimer Funken und das Stadtprinzenpaar von Salzgitter, Dirk I. und Elke II.
Das ECV-Prinzenpaar der Session 2009/2010, seine Tollität Schorse I. und ihre Lieblichkeit Birgit I., nahmen anschließend vom Elber Bürgermeister Friedhelm Vree symbolisch den Rathausschlüssel entgegen. Vree verwies auf die leere Gemeindekasse und fügte an: "Dafür sind ja wenigstens nach den jüngsten Beitragserhebungen wieder die Krankenkassen voll."
Prinz Schorse bot im Gegenzug dem Bürgermeister an, dass die Narren der Gemeinde auch Geld borgen könnten. Borgen sei aber nicht so schön wie schenken, deswegen schenken die Elber Narren lieber Humor und Heiterkeit. Dafür sorgte unter anderem der "Weltenbummler" Herbert Oschek. Er teilte dem Publikum mit, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble zum Seminar nach Australien zu den Kängurus müsse. Dort soll er lernen, wie man mit leerem Beutel große Sprünge macht.
Für Stimmung sorgten die Tanzmariechen, die Party-Kids, die Rot-Weißen Funken und die Gruppe No Name. Als die Bänkelsänger unter der Regie von Sabine Thiele die Bühne betraten, sang und schunkelte der ganze Saal. Nach so viel Tanz und Gesang strapazierte Gisela Bammel als rüstige Rentnerin Josefine Schmalzbach ("Finchen") die Lachmuskeln. Finchen: "Wenn man senil ist, dann hat man Narrenfreiheit. Das nutze ich aus." Der Verdienstorden des ECV wurde in diesem Jahr an Horst Merkens verliehen.











