Warnstreik ohne Nebenwirkung
Ruhiger Streikauftakt – Rund 400 Streikende aus Salzgitter fahren zur Großdemonstration nach Hannover
Der erste Streiktag ist relativ spurlos an den Salzgitteranern vorbei gegangen. "Keine besonderen Vorkommnisse", vermeldete Stadtsprecher Norbert Uhde.
Gegen 6.30 Uhr hätten rund 50 Mitarbeiter des Städtischen Regiebetriebs (SRB) die Arbeit niedergelegt und sich versammelt, später seien sie zur Großdemonstration nach Hannover gefahren. Größere Ausfälle oder Auswirkungen auf Kunden im Rathaus habe es nicht gegeben. "Im Einzelfall mag es etwas längere Wartezeiten bei der KFZ-Anmeldestelle gegeben haben", sagte Uhde.
Insgesamt kamen die Salzgitteraner glimpflich davon, die Abfuhr der Mülltonnen wurde um einen Tag verschoben (SZ berichtete). Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte neben dem SRB die Verwaltungsmitarbeiter, die Abwasserentsorgung Salzgitter (ASG), die Eigenbetriebe Grundstücksentwicklung sowie Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik und die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft (Arge) zum Streik aufgerufen.
Nach Angaben von Verdi-Regionsgeschäftsführer Detlef Ahting fuhren die Streikenden mit sieben Bussen zur Demonstration nach Hannover, wo 15 000 Streikende ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn Ausdruck verliehen. Außerdem fordert die Gewerkschaft Regelungen zur Altersteilzeit und die Übernahme von Auszubildenden. Für die Auszubildenden sprach die Salzgitteranerin Maren Wegener vom Vorstand der Verdi-Jugend. Sie kritisierte, dass die Politik Geld für Banken und Hotels übrig habe, nicht aber für die Jugend. "Wer Milliarden für Banken und Unternehmen übrig hat, aber für uns keinen Cent, sollte auch nicht in Sonntagsreden über die Zukunft der Jugend schwafeln", so Wegener. Laut Ahting sind rund 400 Streikende aus Salzgitter dem Aufruf gefolgt und nach Hannover gefahren. Darunter waren nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden Mario Römer auch 120 Mitglieder der Kommunalgewerkschaft Komba.











