Ratskeller ist Weihnachten 2011 fertig
Traditionshotel in Salzgitter-Bad wird innerhalb von 18 Monaten für 3,5 Millionen Euro renoviert
Der Ratskeller in Salzgitter-Bad soll das bleiben, was er immer war: bürgerschaftlicher Mittelpunkt, Treffpunkt für Vereine und die erste Adresse für Familienfeiern. Aber dazu muss zunächst alles anders werden.
Die Wohnbau Salzgitter – ein Unternehmen, das mehrheitlich der Stadt und zu gut 25 Prozent der Salzgitter AG gehört – wird 3,5 Millionen Euro in den Umbau des Traditionshauses am Marktplatz von Salzgitter-Bad investieren. Bis Weihnachten 2011 soll alles fertig sein. Trotz der Bauarbeiten wird Pächter Marcus Becks mit seinem 30-köpfigen Team den Betrieb aufrecht erhalten.
Für den Umbau zeichnet die Salzgitter-AG-Tochter Glückauf Wohnungsbaugesellschaft verantwortlich. Sie hat bereits dafür gesorgt, dass aus dem etwas angestaubten Hotel am See ein modernes Tagungszentrum wurde.
Glückauf-Technik-Chef Christian Heinrich schildert die Probleme des Hotels, das die Stadt jüngst an die Wohnbau verkauft hat. "Es gibt eine völlig unklare Eingangssituation", sagt er. Hotel und Restaurant hätten derzeit zwei getrennte Eingänge. Das ganze Haus sei unzeitgemäß ausgestattet, sagt Heinrich – genau wie die 40 Zimmer. Hinzu komme, dass auch die Haustechnik nicht mehr auf dem neuesten Stand sei: Das betrifft Klimaanlage und Lüftung, die Brandmeldeanlage und auch die Restaurantküche. All das wird neu gemacht.
Der Gewölbecharakter der Gaststätte und der große Saal im Obergeschoss sollen erhalten bleiben – allerdings modernisiert, heller und einladender werden. Heinrich: "Das obere Foyer soll einen Bar-/Lounge-Charakter bekommen, der zum Verweilen einlädt." Es werde eine zentrale Rezeption geben, die Zimmer sollen nach und nach renoviert werden und über ein neues Treppenhaus erreichbar sein.
"Der Ratskeller wird kein großes Tagungshotel werden", sagt Oberbürgermeister Frank Klingebiel, "davon haben wir uns verabschiedet." .Peter-Jürgen Schneider, Personalvorstand der Salzgitter AG und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnbau, ergänzt: "Schwerpunkt soll die Gastronomie bleiben." Die Renovierung müsse sich betriebswirtschaftlich rechnen, betont Wohnbau-Aufsichtsratschef Rolf Stratmann.
Dafür wird Pächter Becks sorgen. "Wir sind froh, dass die Bevölkerung so viel Anteil nimmt", sagt er. "Wir werden das Ohr am Gast haben." Die Küche bringe 70 Prozent des Umsatzes, das Hotel 30, sagt Becks. Damit es in der Gaststätte weiterhin brummt, gibt es auch etwas, was so bleiben soll, wie es ist: die Speisekarte.













