Asbest in Wänden des Gymnasiums
Schadstoffe sollen in den Osterferien entsorgt werden Dworog: Schüler zu keiner Zeit gefährdet
LEBENSTEDT. Bei den Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung des Gymnasiums am Fredenberg ist Asbest in den Wänden gefunden worden. Das belastete Material soll noch in den Osterferien vor Beginn der Bauarbeiten entsorgt werden.
Nach Angaben von Architekt Frank Guder, dessen Architekturbüro mit der Planung des Umbaus beschäftigt ist, ist das asbesthaltige Material bei der Probenentnahme in Trennwänden gefunden worden. Demnach handelt es sich um "schwachgebundene Asbestprodukte". Gefährlich seien diese Produkte erst, wenn man sie bearbeitet, so dass Stäube entstehen, meint der Sicherheitsingenieur Christian Schulz vom Ingenieurbüro Kobbe, das mit der Beprobung der Schule beauftragt ist. "Die Stoffe ruhen aber in metallverkleideten Wänden", ergänzt Rüdiger Mares vom Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik.
Das alles soll heißen: Für die Gesundheit der Schüler besteht keine Gefahr. "Im normalen Schulbetrieb kann nichts passieren", sagt auch Michael Osann, Fachdienstleiter Bildung. Im Zuge der Sanierung sollen jedoch Wände eingerissen werden. Aufwändige Arbeiten, die nun von Spezialisten gemacht werden müssen. Unter anderem muss in den Räumen Unterdruck herrschen, damit das asbesthaltige Material nicht entweichen kann. Während der Osterferien sollen die Arbeiten erfolgen. Abschließend soll in den betroffenen Räumen gemessen werden, ob wirklich keine Gefahr mehr für die Gesundheit besteht. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind und die Experten grünes Licht gegeben haben, können die regulären Bauarbeiten beginnen.
"Wir sind zuversichtlich, dass das in zwei Wochen abgewickelt ist, notfalls arbeiten wir auch an den Wochenenden", sagt Guder. Um auszuschließen, dass auch jetzt keine Gesundheitsgefährdung für die Schüler besteht, nimmt das Ingenieurbüro Kobbe so genannte Liegestaub-Proben. "Das ist uns wichtig, um klarzustellen, dass die Schule auch jetzt sicher ist", sagte die stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums, Bärbel Sievers. Die Ergebnisse dieser Beprobung sollen am Montag vorliegen.
"Ich vertraue dem Urteil der Fachleute", so Sievers. Und weiter: "Mir geht es um die Sicherheit der Schule, und die wurde mir bestätigt." Ihr sei Transparenz wichtig, so die Schulleiterin.
Ein Punkt der auch Stadtrat Rainer Dworog am Herzen liegt. "Wir wollen keine Gerüchte oder dass die Eltern Angst haben, wenn ihre Kinder an der Schule unterrichtet werden", sagte Dworog. Der Asbestfund wird die Sanierungsarbeiten nun um rund 30 000 Euro teurer machen.













