Umbau zur IGS hat begonnen
Die Amselstiegschule wird für den Gesamtschulbetrieb umgebaut Start im August mit zunächst 150 Schülern
LEBENSTEDT. Die Umbauarbeiten für den Betrieb der Amselstiegschule als Gesamtschule haben begonnen. Am 1. August soll der Betrieb mit zunächst 150 Schülern starten.
"Wir müssen Schüler abweisen", sagt Andreas Mainz, Schulleiter der Amselstiegschule und Vorsitzender der IGS-Planungsgruppe. Sie hat am 1. Februar ihre Arbeit aufgenommen. Die Mitglieder beschäftigen sich mit den Rahmenbedingungen für die IGS, dazu gehören unter anderem Bücherbeschaffung, Raumbelegung und Stundenplan (SZ berichtete). "Die Planungsgruppe war gerade drei Tage in Klausur und hat sich mit diesen Fragen beschäftigt", sagt Mainz. Erste Ergebnisse sollen jedoch erst nach den Osterferien vorgestellt werden.
Zur Zeit wird der sogenannte Turmbereich umgebaut, hier sollen die Räume für naturwissenschaftlichen Unterricht untergebracht werden. "Die Räume werden auf Oberstufen-Niveau saniert", so Mainz. Soll heißen, dass in den Räumen auch künftig Unterricht stattfinden kann, der zum Abitur führt. An der kommenden Gesamtschule sollen Schüler laut Mainz die Möglichkeit haben, entweder nach 12 oder nach 13 Jahren ihr Abitur zu machen. "Das hängt von der Leistungsfähigkeit des Schülers ab und entscheidet sich im Lauf der Schulzeit", sagt Mainz. Außerdem soll, zumindest bis zum achten Jahrgang, nicht nach dem herkömmlichen System benotet werden. "Am Ende eines Halbjahres soll es Lernentwicklungsberichte über den Stand eines Kindes geben", so der Leiter der Amselstiegschule. Das soll zwei Vorteile haben: Zum einen sollen diese Berichte aussagekräftiger für die Eltern sein, mit denen die IGS offen zusammenarbeiten will. "Außerdem wird damit nicht der sonst übliche Schuldruck aufgebaut", sagt Mainz.
Das Einzugsgebiet für die Schule soll die Stadt Salzgitter sein. Die Stadt hat ein Verkehrskonzept erarbeitet. Das kommt laut Mainz zu dem Ergebnis, dass die Schüler wenn sie zum Beispiel aus Thiede kommen höchstens eine halbe Stunde brauchen, um zur IGS zu kommen. Dort sollen sie dann "bedarfsgerechte Fördersysteme" vorfinden. Sowohl starke als auch schwächere Schüler sollen demnach gezielt unterstützt werden, viel eigenständiges Arbeiten und Gruppenarbeit soll auf dem Stundenplan stehen. "Wir gehen viel zu häufig von den Schwächen aus. Es geht auch darum, dass wir uns die Stärken vornehmen", sagt Mainz. Für schwächere Schüler habe das unter anderem den Effekt, dass sie nicht so schnell frustrieren.
Am 30. und 31. Mai können Eltern ihre Kinder anmelden.













