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04. Februar 2012
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Leukämiekranker Maxi (7 Monate) braucht dringend Kochenmarkspende

Typisierungsaktion am 7. August auf dem Altstadtfest – Konzert in Kulturscheune mit DSDS-Finalistin

Von Alexandra Ritter

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Leonie (3) weint viel. Sie vermisst ihre Mutter und ihren Bruder. Der sieben Monate alte Maximilian hat Leukämie (Blutkrebs), liegt seit Anfang Mai in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Seine Mutter weicht ihm nicht von der Seite.

"Maxi braucht dringend einen Knochenmarkspender", sagt Maren Zachariae (34). Sie und ihr Mann Olivier (34) sind selbst Ärzte. Sie wissen, wie schlecht es um ihren Sohn steht. "Wir hoffen auf eine Transplantation in zwei bis drei Monaten. Je früher, desto besser", sagt sie.

Die Lebenstedterin erzählt: "Es fing unspektakulär an: ein bisschen Husten, ein bisschen Schnupfen. Dann kam zunehmend Hautausschlag hinzu." Die Familie beobachtete die Symptome. Das Fieber stieg, Maxi wurde immer blasser. Milz und Leber waren vergrößert. Eine Knochenmarkpunktion am 5. Mai unter Vollnarkose brachte das niederschmetternde Ergebnis: akute myeloische Leukämie (AML).

Chemotherapie bringt keine Heilung

Die Chemotherapie habe keine Heilung gebracht, halte die Krankheit aber erst einmal in Schach. "Ohne die Chemo wäre Maxi schon tot", sagt seine Oma Waltraud Voß-Hoppe (56). Fürchterliche Schmerzen habe der Junge zwischenzeitlich gehabt, sogar Morphium bekommen, berichtet sie.

Derzeit leide Maxi an einem fiebrigen Infekt und habe mit den Nebenwirkungen der Chemo zu kämpfen. "Er isst und trinkt nicht", sagt seine Mutter. Aus diesem Grund wird Maxi über eine Magensonde ernährt. "Am Mittwoch ist er operiert worden, weil der Dauer-Stent entzündet war", erzählt die Oma.

Auf Initiative unserer Zeitung hat die Stadt mit dem Fachdienst Gesundheit innerhalb von zwei Tagen eine Typisierungsaktion auf die Beine gestellt. Die findet am Samstag, 7. August, von 12 bis 18 Uhr auf dem Altstadtfest statt. Schirmherr der Aktion ist Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Auf dem Altstadtfest würden Registriertische aufgestellt, erklärt Maxis Opa, Axel Hoppe (57). Schüler des 12. Jahrgangs des Gymnasiums Am Fredenberg werben zudem potenzielle Spender und lotsen sie zum Ort der Typisierung: dem Kleinen Rathaus.

"Ziel ist es, möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit zu typisieren", sagt Amtsarzt Dr. Stefan Müller-Dechent und erklärt das Verfahren: "Abgenommen werden nur 1,8 Milliliter Blut. Das beeinträchtigt niemanden. Jeder kann feiern, niemand muss zur Blutentnahme nüchtern sein." Und Erster Stadtrat Rainer Dworog untermauert: "Die Stadt wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, einen Spender zu finden."

Typisieren lassen können sich alle gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren. 17-Jährige, die noch in diesem Jahr volljährig werden, würden ebenfalls zugelassen, sagt Marlena Robin-Winn vom Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR).

Komme jemand nach einer Typisierung als Stammzellspender in Frage, würden zunächst Krankheiten bei ihm ausgeschlossen. "Die Stammzellspende selbst ist nicht schlimm", sagt Robin-Winn. "Es wird heute kein Knochenmark mehr entnommen." Vielmehr werde dem Spender ein Hormon gespritzt, das zu einer Überproduktion von Stammzellen führe. Der Überhang an Stammzellen werde in die Blutbahn geschwemmt. "Dem Spender werden 200 Milliliter Stammzellen aus der Armvene entnommen. Das restliche Blut fließt über die andere Armvene wieder zurück in den Körper", erklärt Robin-Winn das Verfahren.

Freunde, Bekannte und Verwandte engagieren sich

Freunde, Bekannte und Verwandte engagieren sich unterdessen für Maxi. Die Phalg-Apotheken wollen Spenden sammeln. Ein Organisationsteam aus ehemaligen GaF-Schülern – Voß-Hoppe ist dort Lehrerin – hat sich gegründet. Weiterhin wird es am 31. Juli (20 Uhr) ein Benefizkonzert mit Typisierung (ab 18 Uhr) in der Kulturscheune geben. Mit dabei sind: Martin "Elvis" Möbius, Nullbock, Lutz Schwarz, Crazy Legs sowie Musiker von Good and Dry, Firstgarden und Don’t beat Bubu. Auch Vanessa Jean Dedmon, DSDS-Finalistin 2006, hat zugesagt. Karten gibt es an der Abendkasse.

Wer sich typisieren lassen will, kann auch einen Termin beim Gesundheitsamt ausmachen:  8 39-20 63.

Freitag, 23.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12660441/menuid/2163
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