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13. Februar 2012
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Polizei warnt vor Autokauf im Internet

Salzgitteraner überwies 2400 Euro an Verkäufer in Griechenland, auf sein Auto wartet er bis heute vergeblich

Von Martin Ochmann

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Das war wohl zu schön, um wahr zu sein: Ein Salzgitteraner fand in einem Gebrauchtwagenportal im Internet sein Traumauto, der Preis weit unter Marktwert. Er überwies eine Anzahlung, das Auto wurde aber nie geliefert.

Denn in der Tat, das Angebot war zu schön, um wahr zu sein. Der 47-Jährige fiel auf eine Betrugsmasche herein, vor der die Polizei Salzgitter eindringlich warnt. "Das kommt oft vor und hat sich seit einiger Zeit etabliert", sagt Detlef Kruck von der Polizei Salzgitter. Im Falle des 47-jährigen Salzgitteraners lief die Sache folgendermaßen ab: Der Mann suchte ein Golf Cabrio. Und wurde bei einem seriösen Gebrauchtwagenportal im Internet auch fündig – 1,9 Liter-Motor, Baujahr 1996, ein Diesel. Zu einem äußerst günstigen Preis. Der Mann nahm Kontakt zum vermeintlichen Verkäufer auf. Und erfuhr, dass dieser in Griechenland sitzt. Man einigte sich darauf, dass der 47-Jährige 2400 Euro an eine Spedition überweist, die ihm dann das Auto liefert. Bei Interesse wäre der Restbetrag fällig, ansonsten würde das Geld zurücküberwiesen. "Das ist klassischer Vorkassebetrug", sagt Kruck.

Ralf Ciomperlik von der Polizei Salzgitter rät deswegen zwei Dinge: "Sie sollten niemals in Vorkasse treten. Außerdem heißt es aufpassen, wenn der Preis weit unter dem regulären Preis liegt." Wer das schmunzelnd für eine Selbstverständlichkeit hält, unterschätze die Raffinesse der Betrüger. Und auch den Reiz, den unwiderstehliche Angebote haben. "Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind, da werden viele leichtsinnig. Sie wittern das große Geschäft und lassen alle Vorsicht fahren", sagt Ciomperlik.

Bei den Tätern handle es sich nicht um "Feierabendbetrüger", hinter den Taten stecke eine ausgebuffte Struktur. So habe es im Falle des Betrugs an dem 47-jährigen Salzgitteraner laut Kruck angeblich auch einen Internetauftritt der Speditionsfirma gegeben, an die der Mann das Geld überwiesen hat. Tatsächlich gibt es diese Firma nicht, die Seite existiere mittlerweile auch nicht mehr. Zudem schalteten die Betrüger ihre Angebote bei Internetportalen, auf denen auch tausende seriöse Anbieter ihre Angebote veröffentlichen.

Erst wenn man mit ihnen in Kontakt trete erfahre man, dass das Auto im Ausland stehe. Und die Täter verstünden es, diese Tatsache plausibel zu verkaufen. So habe es Fälle in Großbritannien gegeben, in denen die Täter meinten, dass sie einen Linkslenker auf der Insel eben nicht gebrauchen könnten.

Über die Kontonummer ließen sich die Täter laut Polizei nicht ermitteln. In der Regel laufe der Deal über einen Finanzagenten, der den Tätern sein Konto zur Verfügung stellt und das Geld an die Täter weiterleite. Auch diese Agenten machen sich laut Polizei strafbar. Laut Kruck hat es erst vor acht Wochen einen ähnlichen Fall in Salzgitter gegeben, hier kam der Handel jedoch nicht zustande.

Freitag, 30.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12697219/menuid/2163
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