Wohnung durch Brand völlig zerstört
Als das Feuer ausbricht, ist niemand Zuhause – Ursache bisher unklar – Polizei nimmt Ermittlungen auf
Donnerstag 11.54 Uhr, Notruf bei der Berufsfeuerwehr: Im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Haßjägerweg in Gebhardshagen brennt es. Die Einsatzkräfte rücken mit zwei Löschzügen und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr an.
Die Feuerwehr kann das Feuer nach kurzer Zeit unter Kontrolle bringen. Die Wohnung wird durch den Brand völlig zerstört, Verletzte gibt es keine.
Joachim Behrens, der für einen Hausmeisterservice arbeitet, ist mit einem Kollegen gerade im Keller des Hauses beschäftigt. Es geht auf zwölf Uhr zu, bald ist es Zeit für die Mittagspause. "Plötzlich kam ganz aufgeregt eine Frau in den Keller. Sie sagte, dass es im Haus brennt und die Feuerwehr unterwegs ist. Wir haben gedacht, die will uns verarschen", erzählt er. Behrens und sein Kollege hasten aus dem Haus. Sie merken schnell, es ist kein Scherz. Aus den Fenstern im Obergeschoss quillt dichter Rauch.
Eine Minute vor zwölf trifft Einsatzleiter Martin Stenz mit seinen Männern von der Berufsfeuerwehr am Ort des Geschehens ein: "Das Obergeschoss brannte in voller Ausdehnung", berichtet Stenz, der sich zunächst ein Bild von der Lage macht. "Durch die Tür schlugen schon die Flammen, lautes Prasseln war zuhören."
Ein Trupp von Feuerwehleuten, Atemmasken schützen sie vor dem giftigen Rauch, verschafft sich Zutritt zur brennenden Wohnung. Ob sich noch jemand dort aufhält, wissen sie nicht. Bewaffnet mit einem Strahlrohr, bahnen sie sich ihren Weg von Zimmer zu Zimmer. "Menschenrettung hat Vorrang", sagt Stenz. Das Appartement ist leer, der Besitzer nicht zu Hause. Parallel löscht ein weiterer Trupp im Korb eines Leiterwagens von außen. Um 12.20 Uhr hat die Feuerwehr den Brand im Griff. Mit einer Wärmebildkamera sucht sie den Brandherd noch einmal nach versteckten Glutnestern ab. Den gefährlichen Rauch drückt sie mit einem leistungsstarken Ventilator aus dem Gebäude.
Bange Minuten sind für eine junge Frau, die im Stockwerk unter dem Brandherd wohnt, vergangen. Beim Verlassen des Hauses hatte sie ihren Hund in der Wohnung gelassen. Erst als schließlich der Befehl kommt, "abrücken!", darf sie zurück ins Haus.
Zur Brandursache kann Stenz noch nichts sagen, nicht einmal, wo der Brand
ausgebrochen ist. Angesichts der Zerstörungen ist das nicht möglich. Nun
ermittelt die Polizei. Sie bittet um Hinweise auf verdächtige Personen oder
Fahrzeuge unter
(053 41) 189 70.
"Wir waren gut heute", freut sich indessen Stenz. Während seine Leute zügig zusammenpacken, gönnen sich die Feuerbekämpfer aus der Wohnung noch eine kleine Verschnaufpause. Mit hochroten Köpfen stehen sie am Straßenrand, trinken Wasser aus Plastikflaschen. "War ganz schön warm da drin", keucht ein muskelbepackter Feuerwehrmann. Sein Kollege nickt und zieht genüsslich an seiner Zigarette.













