Betrug: 27-Jähriger prellt 47 Autokäufer
Schaden von bisher mehr als 750 000 Euro
SALZGITTER. Einen Schaden von bisher mehr als 750 000 Euro hat ein 27 Jahre alter Salzgitteraner mit einer Betrugsmasche angerichtet. Nach Angaben der Polizei sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen hat der 27-Jährige 47 Menschen um ihr Geld geprellt. Die Masche: Er bot Neufahrzeuge aller namhaften Hersteller mit Preisnachlass von 42 Prozent an. Die Interessenten mussten eine Anzahlung von 20 bis 30 Prozent auf den Preis des bestellten Neuwagens zahlen.
Die Lieferzeit gab der Mann mit mindestens vier Monaten an. Den Kunden gegenüber gab er an, dass die Anzahlung währenddessen zinsgünstig im Ausland angelegt würde. Durch die so zu erwartenden Zinserträge sei der niedrige Preis für die Neufahrzeuge zu erzielen. Außerdem gab er an, dass er die Fahrzeuge durch Großeinkauf oder durch den Aufkauf von Poolfahrzeugen so günstig beziehen könne. Tatsächlich konnte er auch mehr als 60 Fahrzeuge mit dem Nachlass ausliefern. Zur Bezahlung verwandte er die Anzahlungen anderer Kunden.
Wie bei jedem Schneeballsystem riss jedoch die Kette: Ende September meldeten sich bei der Polizei die ersten Geschädigten, die trotz Anzahlung und mehrfacher Mahnungen ihr Auto nicht erhielten. Im Zuge der mehr als sechs Wochen dauernden Ermittlungen ermittelten die Experten für Wirtschaftskriminalität 47 Geschädigte.
Die Gesamtschadenssumme beträgt derzeit über 750 000 Euro. Weitere Geschädigte bittet die Polizei, sich unter
1 89 73 33/34 oder 1 89 70 zu melden.
Die Polizei weist daraufhin, dass es sich bei Preisnachlässen dieser Größenordnung in aller Regel um unseriöse Angebote handelt.













