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12. Februar 2012
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Dringend gesucht: die richtige Spende

Der Salzgitteranerin Melanie Jahnke geht es schlechter – Anwohner aus Heerte starten Typisierungsaktion

Von Valea Böhm

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SALZGITTER. Die Zeit drängt. Der Zustand von Melanie Jahnke – die junge Badenserin, die an akuter myeloischer Leukämie leidet (die SZ berichtete) – hat sich verschlechtert.

Zeit also zu handeln, dachten sich Monika und Axel Komander aus Heerte und beschlossen, am kommenden Samstag, 4. Februar, eine Typisierungsaktion durchzuführen. "Ich bin früher mit Melanie geritten, daher kenne ich sie gut", erzählt Monika Komander. Über das Wochenende kam es mit Bekannten zu einer Telefonkette. "Und dann haben wir beschlossen: Wir müssen handeln", so die Arzthelferin. Warum, liegt auf der Hand: "Melanie befindet sich wieder auf der Isolierstation, die Haare sind ausgefallen, sie hat Husten bekommen. Ihr bleibt nicht mehr lang," berichtet Monika Komander.

Der passende Ort für die Blutspende war schnell gefunden: der evangelische Kindergarten in Heerte. "Wir brauchen zwischen 15 bis 20 Leute. Fünf bis sechs Arzthelferinnen für die Blutabnahme, zehn Leute zum registrieren der Spender", erklärt Mann Axel. Zehn freiwillige Helfer haben sich schon gefunden, Dr. Winfried Hippe wird der Aktion zur Seite stehen. Auch Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) werden dabei sein.

Kosten wird die Blutspende gar nichts. Axel Komander: "Wer kein Geld hat, muss auch nichts zahlen. Natürlich sind uns aber Spenden willkommen." Und nötig sind sie auch – um 100 Leute typisieren zu lassen, werden 5000 Euro gebraucht: "Wir suchen Sponsoren."

Am Samstag werden Barspenden entgegen genommen, Überweisungsträger liegen aus. Das Geld wandert an die DKMS und ermöglicht so die eigentliche Typisierung. Die Spenderdaten dagegen werden beim Zentralen Knochenmarkspenderegister gespeichert. Rein organisatorisch ist am Samstag Platz für 500 Spender. "Aber wenn mehr kommen, schaffen wir das auch", meint Axel Komander. Wichtig ist ihm vor allem eins: "Viele sagen immer, man könnte sich ja typisieren lassen – aber man könnte ist zu wenig." Und Frau Monika ergänzt: "Wenn die Spende Melanie nicht hilft, ist es vielleicht für jemand anderen."

Oberbürgermeister Helmut Knebel steht der Spendeaktion als Schirmherr zur Verfügung. Axel Komander: "Unser Vorhaben soll nicht gegen die Aktion des Fachdienstes Gesundheit Anfang März laufen. Es ist eine zusätzliche Maßnahme." Salzgitteraner Prominenz hat sich auch angekündigt: Adrian Polewka von der Band nullbock macht mit.

Dienstag, 31.01.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5008771/menuid/2163
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