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12. Februar 2012
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Ungefährlich, schmerzfrei und kostenlos

Für leukämiekranke Melanie: Samstag Typisierungsaktion in Salzgitter-Bad

Von Josef Jassan

SALZGITTER-BAD. "Jeder gewonnene Tag ist lebenswichtig." Dr. Hanke Wrede lässt keinen Zweifel an der Notwendigkeit, möglichst bald einen Stammzellenspender für die leukämiekranke Melanie Jahnke (22) aus Salzgitter-Bad zu finden.

Der Allgemeinmediziner aus dem selben Stadtteil hat daher mit seiner Frau Dr. Karin Halbeck-Wrede für Samstag, 18. Februar, eine weitere Typisierungsaktion initiiert. Sie findet von 10 bis 16 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Friedrich-Ebert-Straße 42, in Salzgitter-Bad statt. Rund 60 Helferinnen und Helfer, darunter drei Ärztinnen und ein Arzt, werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Wrede: "Von der ersten Blutuntersuchung bis zu einer vorläufigen Entscheidung über die Übereinstimmung von Gewebemerkmalen vergehen etwa vier Wochen. Das endgültige Ergebnis steht jedoch erst nach rund drei Monaten fest." Der Arzt betont, dass die Typisierung für die Teilnehmer kostenlos sei. Das Geld für die Laborrechnungen – 50 Euro pro Untersuchung – werde durch freiwillige Spenden aufgebracht. Die sind am Samstag in bar oder mit EC-Karte freilich ebenfalls willkommen, aber beileibe keine Bedingung.

Für Stammzellenspenden kommen Menschen vom 17. Geburtstag an bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres infrage. Sie müssen mindestens 50 Kilogramm wiegen und dürfen keine dieser Krankheiten haben: Herzinfarkt, Diabetes, schweres Asthma, Krebs, Rheumatismus.

"Typisierungen sind schmerzfrei und ungefährlich", wirbt der Mediziner um rege Beteiligung. Sollten die bei dieser Analyse festgestellten Gewebemerkmale mit denen der Patientin genetisch vergleichbar sein, folgen weitere Untersuchungen. Die eigentliche Stammzellenspende entspricht laut Wrede im Falle Melanies einer vierstündigen, ambulanten Blutspende. Damit wird dann die lebensnotwendige Funktion von Melanie Jahnkes Knochenmark wieder neu aufgebaut.

Weil die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) alle Typisierten registriert, können auch andere Menschenleben gerettet werden. Die weltweit geführte Kartei enthält derzeit zehn Millionen Angaben. "Im Schnitt", so Hanke Wrede, "rettet jeder hundertste Spender ein Leben."

Gesundheitliche Risiken für Spender schließt er aus, eine Knochenmarkpunktion (vom Beckenkamm) sei ohnehin nur noch in 20 Prozent aller Fälle von Blutkrebs nötig.

Dienstag, 14.02.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5066395/menuid/2163
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