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12. Februar 2012
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"Ohne Risiko Menschenleben retten"

Christoph Palm hat Leukämie nach Stammzellspende überstanden – Sein Aufruf: Helft Melanie!

Von Josef Jassan

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SALZGITTER-BAD. Ihre Schicksale gleichen sich – bis auf einen wesentlichen Punkt: Während die leukämiekranke Melanie Jahnke (22) noch immer auf ihren genetischen Zwilling wartet, hat Christoph Palm (23) die passende Stammzellspende bereits erhalten.

Beide wohnen nur wenige Meter voneinander entfernt in Salzgitter-Bad. Beide sind fast gleichaltrig. Beide erkrankten nahezu gleichzeitig an Blutkrebs. Und beide unterzogen sich von März bis Juni vergangenen Jahres im selben Krankenhaus in Braunschweig einer Therapie.

Der einzige, aber alles entscheidende Unterschied: Die an akuter myeloischer Leukämie leidende Melanie bekam zunächst eine Eigenstammzell-Transplantation. Die half nur kurz. Der von akuter lymphatischer Leukämie betroffene Christoph erhielt gleich eine Fremdstammzellspende. Die schlug an.

"Ich muss zwar noch Tabletten neben, kann aber ansonsten ein normales Leben führen", sagt der Genesene gestern zur SZ. Von seinem Spender wisse er lediglich, dass er in Hameln wohne. Der Student: "Seine Anschrift darf ich erst zwei Jahre nach der Transplantation erfahren. Dann will ich ihn unbedingt kennen lernen." Weil er möchte, dass auch Melanie ihren "harten Kampf ums Überleben" gewinnt, ruft Christoph Palm die Einwohner Salzgitters zu reger Beteiligung an den Typisierungsaktionen ( Information) auf:

"Der heutige Stand der Medizin ermöglicht es jedem, ohne persönliches Risiko und mit geringem Aufwand Menschenleben zu retten." Weil Krankenkassen die Kosten dafür jedoch nicht übernähmen, seien Geldspenden zur Finanzierung der Laboruntersuchungen ebenfalls sehr wichtig. Palm: "Wer diese Krankheit am eigenen Leibe erfahren musste und sie überstanden hat, lebt künftig bewusster."

"Wir hoffen täglich auf die erlösende Nachricht, dass ein Spender gefunden ist", sagt Melanies Mutter Annette Jahnke gestern der SZ. Ihrer Tochter gehe es momentan den Umständen entsprechend recht gut. "Nach ihrer ersten Chemotherapie im Januar war sie fünf Wochen im Krankenhaus. Dabei bekam sie auch eine Lungenentzündung", berichtet die Mutter. Die sei inzwischen so gut wie überstanden. "Seit einer Woche", so Annette Jahnke, "ist Melanie wieder zu Hause." Am heutigen Dienstag solle eine Knochenmarkpunktion zeigen, ob die Chemotherapie gewirkt habe. Von der enormen Hilfsbereitschaft der Salzgitteraner sei sie überwältigt.

Dienstag, 07.03.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5157228/menuid/2163
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