Typisierung: 37 kommen in die nächste Runde
Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich Stammzellspender werden, beträgt fünf Prozent
SALZGITTER. Bislang haben 37 Salzgitteraner, die sich für die leukämiekranke Melanie Jahnke typisieren ließen, die erste Hürde auf dem Weg zum Stammzellspender genommen. Dies teilte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mit. Ihr Blut weise Merkmale auf, die sie als mögliche Spender für Patienten aus der DKMS qualifiziere. Auf welche Personen diese Spenden eventuell passen könnten, bleibt offen. Offensichtlich sind sie jedoch nicht geeignet, Melanie Jahnke zu helfen.
Wird im Suchzentrum eine Übereinstimmung zwischen den ersten vier von mindestens sechs Merkmalen von Spendern und Patienten festgestellt, werden weitere Gewebetypisierungen vorgenommen die Proben gehen gewissermaßen in die zweite Runde.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dieser Typisierung der Spender weiterhin für einen bestimmten Patienten als Stammzellspender in Frage kommt, beträgt fünf Prozent", erklärt die DKMS. Zwischen dieser Typisierung und der eigentlichen Stammzellspende lägen in der Regel noch ein bis zwei weitere Untersuchungsschritte.
Vor der Stammzellspende liegt die so genannte Bestätigungstypisierung (Confirmatory Typing). Hierbei werden im Transplantationszentrum nochmals alle Gewebemerkmale des Spenders hochauflösend untersucht. Des Weiteren wird das Blut des Spenders auf bestimmte Infektionserreger wie HIV oder Hepatitisviren geprüft, um mögliche Infektionskrankheiten auszuschließen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach dieser Untersuchung zur Stammzellspende kommt, betrage etwa zwanzig Prozent. Finde sich eine Übereinstimmung der hochaufgelösten Gewebemerkmale des Spenders mit denen des Patienten, steige die Wahrscheinlichkeit im Rahmen der folgenden Bestätigungstypisierung, für einen bestimmten Patienten als Stammzellspender in Frage zu kommen, auf etwa achtzig Prozent.













