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12. Februar 2012
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Studiengebühr soll Lehre verbessern

Erstsemester der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel gestern in Calbecht begrüßt

Von Ingo Kugenbuch

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CALBECHT. Es ist eine doppelte Premiere: Für die rund 250 jungen Frauen und Männer, die gestern an der Fachhochschule in Calbecht begrüßt wurden, beginnt jetzt das Studium – und sie sind der erste Jahrgang, der pro Semester 500 Euro Studiengebühren bezahlen muss.

Sie kämen in einer "außerordentlich spannenden Phase" an die Hochschule, sagt FH-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach bei der Begrüßung der neuen Studenten. Innerhalb des kommenden Jahres würden die Studienabschlüsse komplett auf Master und Bachelor umgestellt. Vorteil: Die Studienzeiten verkürzen sich, die Abschlüsse sind international anerkannt.

Natürlich sei auch die Einführung von "Studienbeiträgen", wie er sie nennt, ein "weiterer Paradigmenwechsel im deutschen Hochschulsystem", sagt Umbach. "Bildung wird zur Investition in die eigene Zukunft, Bildung hinterlässt aber auch Schulden, die getilgt werden müssen." Allerdings gebe es günstige Kredite für die Studenten über die KfW, die Förderbank des Bundes. Umbach: "Alle relevanten Banken der Region vergeben diese Kredite ohne Bonitätsprüfung und unabhängig vom Einkommen der Eltern."

Für die Lehre habe die Einführung der Studiengebühren Vorteile. "Die Rahmenbedingungen des Studiums werden sich dadurch verbessern", sagt Umbach. Beispiele: Es werde ein besseres Betreuungsverhältnis für die Studenten geben, mehr Tutorien sowie eine bessere Ausstattung von Hörsälen und Laboren. Umbach: "Wenn es uns dadurch gelingt, Sie ein Semester schneller durchs Studium zu führen – dann können Sie sich das Darlehen in diesem halben Jahr verdienen."

Der neue Dekan Karl Thomas Waldeer (siehe nächste Seite) fordert die Erstsemester auf, sich in den Selbstverwaltungsgremien der Hochschule zu engagieren: "Darin liegt eine der größten Stärken des deutschen Hochschulwesens, auch wenn es vielen als antiquiert, langsam und undynamisch erscheint."

Salzgitters Oberbürgermeister Helmut Knebel deklariert in seiner Begrüßungsrede den Nachteil des Studienorts Salzgitter in einen Vorteil um: "Nebenan weiden hier Kühe und Schafe. Riesige Ablenkungsmöglichkeiten gibt es also nicht." Allerdings hat er auch handfeste Argumente für mögliche Neubürger im Gepäck. "Wer seinen Hauptwohnsitz hier meldet, bekommt ein kleines Geschenk: 200 Euro für die Ummeldung sowie 50 Euro für jedes Semester."

Dienstag, 19.09.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5894635/menuid/2163
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