Kein Platz für Rechte vor dem Rathaus
Aktionsbündnis will Bauernmarkt für Protest nutzen
LEBENSTEDT. Das Aktionsbündnis gegen Rechts "Salzgitter passt auf" und die Gewerkschaften haben mit der Planung von Protestaktionen gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis am 6. Oktober begonnen. Wie berichtet, haben so genannte "freie patriotische Kräfte Niedersachsens", die der NPD nahestehen, für diesen Tag bei der Stadt einen Aufmarsch vor dem Rathaus Lebenstedt angemeldet.
Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat zugesagt, dass die Stadt die NPD-Kundgebung verbieten wird, weil sie die Sicherheit und Ordnung gefährde. Allerdings weiß er nicht, ob das Verbot Bestand hat, falls die Rechtsextremen das Verwaltungsgericht einschalten. Klingebiel ist Schirmherr des Aktionsbündnisses und appelliert an die Bevölkerung, auf jeden Fall den friedlichen Protest zu unterstützen.
"Salzgitter passt auf" und die Gewerkschaften wollen Kontakt aufnehmen zur Werbegemeinschaft City Lebenstedt, die an dem betreffenden Wochenende in der Fußgängerzone den alljährlichen Bauernmarkt veranstaltet. Steffen Krollmann, Sprecher des Aktionsbündnisses: "Wir möchten den Rathausvorplatz, wo die Rechten aufmarschieren wollen, gerne ins Marktgeschehen einbeziehen, sie sollen dort keinen Platz bekommen."
Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, würde sich freuen, wenn sich möglichst viele Gruppen aus Salzgitter an dem Programm beteiligen: "Kirchen, Sportclubs und andere Vereine alle sind willkommen."
Unterdessen droht der Organisator der NPD-Demo, Hans-Gerd Wiechmann, im Internet: "Nachdem die üblichen Verbotsandrohungen begonnen haben, überlegen wir uns, die Arbeiterstadt Salzgitter zu unserer Hochburg zu machen." Er kündigt regelmäßige Flugblattaktionen und Versammlungen an.













