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13. Februar 2012
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Sie schließen die Augen und legen los

Seán und James Cannon auf Tour in unserer Region — Konzert in der Kniestedter Kirche ausverkauft

Von Stefanie Hiller

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SALZGITTER-BAD. "Es ist schön, in Deutschland zu sein." Seán Cannon, Sänger und Gitarrist der legendären Folk-Band "The Dubliners", macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Gleich drei Auftritte hatte er an diesem Wochenende in unserer Region, am Samstag in der Kniestedter Kirche.

Der Fachdienst Kultur der Stadt war Veranstalter und freute sich über ein ausverkauftes Haus. Das besondere an diesem Konzert: Seán Cannon spielt und singt gemeinsam mit seinem Sohn James. Dieser zeigt, dass er an Musikalität seinem Vater nicht nachsteht.

Keine Spur von Hektik

Beide beherrschen ihr Instrument, die Gitarre, und haben wunderbare Stimmen, mit denen sie die gefühlvollen Folk-Balladen gekonnt darbieten. Hinzu kommt das sympathische Auftreten der beiden Künstler.

Schlicht gekleidet mit dunkler Hose und weißem Hemd betreten sie lächelnd die Bühne, schließen die Augen und legen los. Von Hektik keine Spur – ruhig und konzentriert ihr gesamter Vortrag.

Wenn Seán und James musizieren und singen, sind sie eins mit ihren Instrumenten und ihrer Musik. Das unverkennbare Folk-Feeling kommt rüber und zieht das Publikum in seinen Bann. Wahre Begeisterungsstürme gibt es für die traditionellen Folkstücke im Reel- und Jigstil.

Die beiden Irish-Folk-Barden haben aber nicht nur traditionelle Stücke im Repertoire, sondern machen auch Abstecher in die Country-Musik. Lieder von Johnny Cash ergänzen die Irish-Folk-Linie: Spontaner Applaus für den wohl populärsten Song von Cash, "Ring of fire".

Rhythmisches Gesangsstück

Trink-, Tanz- und Liebeslieder sowie vertonte Geschichten aus dem Leben machen den Charme der Musik aus. Das Publikum erlebt die Cannons aber nicht nur im Doppelpack, sondern auch solistisch.

Der erfahrenere Sänger von beiden, Seán, brachte sogar ein Lied in gälischer Sprache zu Gehör. Gegen Ende servierte er ein rhythmisches Gesangsstück ohne Instrumentalbegleitung. Das beeindruckte Publikum ging klatschend mit.

Nicht nur der Gesang, auch das Gitarrenspiel der beiden macht Freude. Ob schlagend oder mit Fingerpicking, die Gitarre klingt stets sauber und unterstützt den leidenschaftlichen Gesang der beiden Musiker. Wenn sie ihre Balladen anstimmen, dann ist der Alltag vergessen und man gerät ins Träumen.

Montag, 14.01.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7821250/menuid/2163
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