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01. August 2010
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56,9 Prozent für eine Integrierte Gesamtschule in Wolfenbüttel

Landkreis legt erste Ergebnisse der Elternbefragung vor – Fast jeder zweite Fragebogen kam zurück

Von Karl-Ernst Hueske

WOLFENBÜTTEL. Erste Ergebnisse der Elternbefragung zur Schaffung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Wolfenbüttel stellte Kreisschulamtsleiterin Gudrun Wollschläger dem Kreisschulausschuss vor. Demnach hätten sich 56,91 Prozent der Eltern, die den Fragebogen zurückgegeben hätten, für eine IGS ausgesprochen.

Der Rücklauf der Fragebögen habe 46,19 Prozent betragen, berichtete Wollschläger. Aus einer Grundschule und einer Kindertagesstätte würden überhaupt keine Bögen vorliegen. Deshalb wolle sie bei diesen beiden Einrichtungen noch einmal nachfragen.

Die Befragung erstreckte sich auf den gesamten Landkreis. Zielgruppe waren Eltern, deren Kindern eine Kindertageseinrichtung besuchen und im letzten Jahr vor der Einschulung stehen, Eltern von Kindern in einem Schulkindergarten sowie die Eltern der Schüler der ersten bis dritten Klassen.

Wollschläger kündigte eine detaillierte Auswertung der Fragebögen zur nächsten Schulausschuss-Sitzung an. Sie wolle nun Gespräche mit der Stadt Wolfenbüttel über ein Raumkonzept sowie ein geeignetes Gebäude für die IGS führen.

Da die IGS in Wolfenbüttel zum übernächsten Schuljahr als Ganztagsschule geführt werden soll, muss ein Antrag an die Landesschulbehörde gestellt werden. Dieser Antrag muss nun bereits im Oktober und nicht erst im Dezember gestellt werden, hatte Wollschläger erfahren.

Das bedeutet für die Gremien des Landkreises, dass der Schulausschuss im August und der Kreistag im September sich mit der Einrichtung einer IGS befassen müssen, wenn man im Zeitplan bleiben will.

Am Rande der Sitzung teilten die Sprecher der Planungs- und Elterninitiative für die Gesamtschule in Wolfenbüttel, Frauke Wunderlich und Dieter Wiechenberg, mit, dass sich inzwischen eine Gruppe von zehn Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen gefunden habe, die bereit und motiviert seien, unter bestimmten Voraussetzungen ein pädagogisches Konzept für eine IGS zu entwickeln. Dazu werden die pädagogischen Konzepte bestehender Gesamtschulen aus dem Bezirk gesichtet und verglichen.

Da diese Gruppe allerdings nicht im rein theoretischen und "luftleeren" Raum beziehungsweise für den "Papierkorb" arbeiten möchte, erwartet sie von den politischen Gremien des Landkreises und der Stadt eine gute Zusammenarbeit mit der entsprechenden und zügigen politischen Beschlussfassung mit konkreten Standortvorschlag, erklärte Dieter Wiechenberg.

Freitag, 17.04.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10170587/menuid/2164
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