Atommüll verlagerbar verwahren
Vortragsveranstaltung "Asse II: Rückholung ist machbar, Herr Nachbar!" im Rittersaal des Herrenhauses Sickte
SICKTE. Unter dem Motto "Asse II Rückholung ist machbar, Herr Nachbar" hatte die Bürgeraktion Sichere Asse zu ihrer ersten Informationsveranstaltung ins Herrenhaus Sickte eingeladen.
Ursula Kleber, vieljährige Mitstreiterin der Aktion atommüllfreie Asse (AAA) und Mitglied der Asse-Begleitgruppe, berichtete über den derzeitigen Stand der Arbeiten in der Asse, nachdem das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) neuer Betreiber der Asse ist. Die Kommunikation zwischen den jetzigen Betreibern und den Bürgerinitiativen sei besser geworden.
Frank Hoffmann beschäftigte sich mit der Frage, wie die Rückholung des Atommülls aus der Asse realisiert werden könnte. Der Spezialist für komplexen Anlagenbau ging dabei unter anderem auf Kriterien ein, die für die Rückholung des Atommülls entwickelt werden müssten. Zudem stellte er eine technische Lösung für eine Totalrückholung aller kontaminierten Stoffe vor. Bis 2017, so Hoffmann, sei die Rückholung aller in der Asse liegenden Gebinde möglich aber nur, wenn diese Option zügig, professionell und ohne Kompetenzgerangel in Angriff genommen werde.
In der anschließenden Diskussion ging es um die Frage, wohin der Assemüll gebracht werden könnte. Möglicherweise, so das Ergebnis, müsse Abschied genommen werden von der Vorstellung, dass Atommüll "endgelagert" werden könnte. Vielmehr müsse sich an den Gedanken gewöhnt werden, dass radioaktiver Müll nur unter höchsten Sicherheitsauflagen kontrollierbar und jederzeit auch verlagerbar verwahrt werden könnte.
Die nächste Aktion der Bürgeraktion Sichere Asse soll im September stattfinden. Dann soll eine große Treckerkolonne aus dem Wendland über Schacht Konrad und die Asse zur großen Anti-Atom-Demonstration am 5. September nach Berlin fahren. Auf dieser Tour soll der Treck am 1. September Station in Sickte machen und vor der Weiterfahrt zur Kaffeetafel auf dem Markt in Sickte eingeladen werden.













