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13. Februar 2012
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Mit Humor und Selbstbewusstsein

David McAllister hält Vaterländische Rede – Damenrede von Schuldezernent Thorsten Drahn

Von Kai-Uwe Ruf

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WOLFENBÜTTEL. David McAllister erwies sich als höchst talentierter Redner. Der Vorsitzende der Niedersachsen-CDU brauchte nur ein paar Sätze, um die 170 Gäste des Herrenessens in seinen Bann zu ziehen.

Spätestens als er von seinen Erfahrungen als Bürgermeister und Schützenkönig in Bad Bederkesa berichtete, hatte er die Lacher auf seiner Seite. "Bürgermeister und Schützenkönig auf einmal zu sein, das ist die absolute Krönung einer jeglichen politischen Laufbahn", sagte McAllister. Als er während seiner doppelten Amtszeit gemeinsam mit Ministerpräsident Wulff eines Abends in Bederkesa unterwegs gewesen sei, sei er mehrmals mit dem Wort Majestät‘ gegrüßt worden. Wulff habe daraufhin gefragt, ob ihm der politische Erfolg nicht zu sehr zu Kopf gestiegen sei.

McAllister blieb aber nicht auf der Klamauk-Ebene. Der gebürtige Schotte ist selbst Schütze und war von der Wolfenbütteler Schützengesellschaft eingeladen worden, um die Vaterländische Rede zu halten, und er befasste sich intensiv mit dem Begriff Vaterland. Patriotismus habe nichts mit Nationalismus zu tun, sagte er und zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau: "Wir wollen ein Volk von guten Nachbarn sein."

Er ging auch auf das Waffenrecht ein und lobte die Schützen für ihren umsichtigen Umgang mit Gewehren. "Wir sollten uns wehren, wenn mit Unverständnis über Schützenvereine hergezogen wird. Wenn alle so viel Gemeinsinn an den Tag legen würden wie wir Schützen, hätten wir weniger Probleme in der Gesellschaft."

Die Damenrede hielt Wolfenbüttels Schuldezernent Thorsten Drahn. "Ich dachte, es sei leicht, aber beim Wort Dame bekommt man kein klares Bild", flachste der Verwaltungsbeamte: Frauen blieben den Männern einfach unverständlich.

Schließlich näherte er sich dem Thema historisch. Er berichtete augenzwinkernd von Adam im Paradies, einer männlich geprägten Welt und den Folgen der Emanzipation der Frau. "Wir haben das Zepter abgegeben", sagte er und blickte in die Männerrunde – Frauen sind beim Herrenessen nicht zugelassen: "Heute rücken die Männer das Tischdeckchen auf dem Fernseher gerade."

Lediglich ein Rückzugsgebiet sei ihnen geblieben, in das Frauen keinen Zutritt hätten – das Herrenessen der Wolfenbütteler Schützengesellschaft. "Respekt!", rief Drahn schmunzelnd: "Halten sie die männliche Fahne hoch."

Dienstag, 11.08.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10765397/menuid/2164
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