Notfallplan wird vorgestellt
Landkreis-Baudezernent Claus-Jürgen Schillmann informiert über Asse II
REMLINGEN. Neuigkeiten aus dem Schließungsverfahren für das Atommüll-Lager Asse II teilte Landkreis-Baudezernent Claus-Jürgen Schillmann den Mitgliedern des Kreisumweltausschusses mit.
Zunächst ging Schillmann auf die vom Bundesamt für Strahlenschutz vorgelegten Notfallpläne ein. Die hätten in der Bevölkerung teilweise für Unruhe gesorgt. Nach Ansicht von Schillmann müsse man noch genau klären, wann eigentlich ein Notfall im Atommüll-Lager vorliege.
Weitere Informationen zum Notfallplan gibt es bei einer Bürgerversammlung des Bundesamtes für Strahlenschutz am morgigen Donnerstag, 20. August, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Remlingen.
Anschließend ging Schillmann auf die Kriterien für den Optionenvergleich ein. Bekanntlich werden derzeit Gutachten für die drei Schließungsoptionen Umlagerung des Atommülls im Asse-Schacht, Herausholen und Füllen des Schachtes mit Sorel-Beton erarbeitet. Um diese Gutachten, die Anfang September vorliegen sollen, vergleichen zu können, seien Kriterien erforderlich. Das Asse-Begleitgremium habe Kriterien erarbeitet und dem Asse-Betreiber übermittelt.
Ebenfalls seien die Kriterien übermittelt worden, die bei Bürgerbefragungen sowie einer von Landesbischof Friedrich Weber moderierten Informationsveranstaltung in der Fachhochschule genannt worden seien. Es handele sich dabei vor allem um die Aspekte der Langzeitsicherheit sowie eine Lagerung des Mülls, der eine spätere Veränderung noch zulasse, sowie die technische Umsetzbarkeit und die Strahlenbelastung in der Nachnutzungsphase.
Gesucht werden derzeit noch Standorte für die Messgeräte der Umgebungsüberwachung, berichtete Schillmann.
Beunruhigt zeigten sich einige Ausschussmitglieder über eine Feuerwehrübung, die am 28. und 29. August am Falkenheim in der Asse stattfinden soll. Die Asse-Anwohner könnten dadurch beunruhigt werden, meinte CDU-Kreistagsabgeordneter Ralf Mühlenkamp.













