Forschen und lernen an anregenden Quellen
250-seitige Dokumentation "Schüler in der Herzog-August-Bibliothek. 25 Jahre Schülerseminare" erschienen
WOLFENBÜTTEL. "Inzwischen stehen die Wolfenbütteler Schülerseminare nicht mehr allein, sondern sie sind zum Vorbild geworden für andere Bibliotheken und haben Nachahmung an vielen Orten gefunden." Das berichtet der Leiter der Herzog-August-Bibliothek, Helwig Schmidt-Glintzer, in seinem Geleitwort zur neuen Dokumentation "Schüler in der Herzog-August-Bibliothek. 25 Jahre Schülerseminare".
Als Schmidt-Glintzer 1993 zur HAB kam, gab es diese Schülerseminare bereits. Die Idee geht auf die ehemalige Gymnasiallehrerin Urte von Berg vom Schlossgymnasium sowie den damaligen HAB-Leiter Paul Raabe zurück, berichtet Wilfried Seyfarth, der bereits Mitte der 80er-Jahre erste Seminare mitgeleitet hat. Heute ist er gemeinsam mit Madeleine Kiehlmann vom Martino Katharineum aus Braunschweig für die Seminare zuständig.
Beide Lehrer fungieren auch als Herausgeber der 250-seitigen Dokumentation, die für andere Bibliotheken, für Lehrer, aber auch für Schüler gedacht ist und für 10 Euro bei der HAB zu erwerben.
25 Jahre Schülerseminare sei ein guter Grund gewesen, diese zu dokumentieren, nannte Seyfarth die Beweggründe für diese Dokumentation. Sie enthält neben einer historischen Betrachtung der Entwicklung der Seminare und deren im Laufe der Jahre veränderten Konzepte auch Ideenbausteine für Seminarprojekte sowie Erfahrungsberichte von Lehrern und Schülern und Presseveröffentlichungen.
"Die Schülerseminare sind in die Jahre gekommen und dabei doch jung geblieben", so Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog August Bibliothek. Seit nunmehr 25 Jahren werden Schülern der gymnasialen Oberstufe dreitägige Schülerseminare angeboten.
Dabei werden den Leistungskursen und Seminarfachkursen zu Beginn des Seminars zur Vertiefung von Unterrichtsthemen anregende Quellen, möglichst auch ältere Drucke vorgelegt. Aber auch Quellen zum Beispiel zum Deutsch-Abiturthema "Deutsche Sprache der gegenwart" stehen zur Verfügung.
In selbstständiger Arbeit entwickeln die Seminarteilnehmer daraus Referate und Facharbeiten. Die Schülergruppen werden von Madeleine Kiehlmann und Wilfried Seyfarth betreut. Im vergangenen Jahr fanden 40 Veranstaltungen mit 700 Schülern, darunter auch polnische und französische, statt.
Durch die Schülerseminare, aber auch durch Promotionsstipendien würde die Nutzerschaft der HAB wesentlich verjüngt, freute sich der HAB-Direktor.













