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17. März 2010
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Buch soll Gäste ins Museum locken

In Hornburg verwurzelte Familie Barner stiftet Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen als Dauerleihgabe

Von Stephanie Peißker

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HORNBURG. Sie tragen weiße Handschuhe, und auf Wunsch blättern sie für die Besucher in dem Buch. Karin Körner, Horst Hammer und Margrit Schwetge sind stolz auf das Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen.

Seit Donnerstag hüten die Mitglieder des Fördervereins für das Heimatmuseum Hornburg das Buch in ihren Räumen am Montelabbateplatz wie ihren eigenen Augapfel. In einer besonderen Vitrine können Besucher es vom Ende der nächsten Woche an betrachten.

Das Faksimile ist eine Dauerleihgabe der in Hornburg verwurzelten Familie Barner. "Wir wünschen uns, dass das Buch nicht nur aus geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Aspekten angeschaut wird, sondern auch, dass es als Wort Gottes zu den Menschen spricht", sagte Marita Barner.

"Wir versprechen uns in unserem Heimatmuseum deutlich mehr Besucher", betonte Stadtdirektor Andreas Memmert. Er hat mit besonderen Leihgaben gute Erfahrungen gemacht. So stieg die Zahl der Museumsbesucher auf das Doppelte an, als Leihgaben des Diözesanmuseums Bamberg ausgestellt wurden. Zu sehen waren unter anderem eine Locke der rotblonden Haare von Papst Clemens II, sein Reisekelch und ein Medaillon mit dem Lamm Gottes.

Durchschnittlich besuchen das Hornburger Heimatmuseum im Jahr rund 3000 Gäste. Für die Exponate aus Bamberg war das Museum mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet worden.

Als Zeugnis christlicher Buchkunst und Frömmigkeit soll das Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen einen besonderen Platz im Hornburger Heimatmuseum erhalten. Es soll auch mögliche Pilger motivieren, in das Museum einzukehren. "Schließlich liegt Hornburg an der Via Romea", sagt Memmert. Die Via Romea ist ein mittelalterlicher Pilgerweg, der von Stade nach Rom führt. 28 deutsche Städte hatten sich Anfang dieses Jahres zu einem Förderverein zusammengeschlossen, dessen Ziel es ist, den historischen Pilgerweg wieder mit Leben zu erfüllen. Die erste Pilgerherberge ist unterdessen in Hornburg schon eröffnet und läuft, wie berichtet, ausgezeichnet.

Freitag, 27.11.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11331676/menuid/2164
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