Wachrütteln für die Mysterien dieser Welt
Markus Sahm beschäftigt sich in Ausstellung mit Dingen, die nicht greifbar sind
WOLFENBÜTTEL. Markus Sahm hat schon vieles hinter sich: Eigentlich ist der 43-Jährige gelernter Koch. Als ihm dieser Beruf zu hektisch und stressig wurde, warf er sein Hobby in die Waagschale und ließ sich in der Schladener Schlangenfarm Anfang dieses Jahrtausends zum Giftschlangenpfleger ausbilden. "Mich haben als Kind schon giftige Tiere interessiert. Heute besitze ich unzählige aus 80 verschiedenen Tiergruppen Vogelspinnen, Ottern, Schlangen und viele andere."
Um die aber wird es bei seiner Ausstellung in der Kommisse nicht gehen. Der gebürtige Hesse und Wahlberliner, der sich zu den gefragtesten Ausstellungsmachern in Deutschland zählt, beschäftigt sich vom 15. bis 22. Februar unter dem Motto "Terra Mystika" mit Dingen, die sich weder anfassen noch begreifen lassen.
Ein Thema, so Sahm, das ihn selbst begeistere. "Ich möchte die Menschen einfach drauf hinweisen, dass es mehr gibt als das, was sie täglich umgibt."
Die Besucher sollten nachdenken über Mysterien dieser Welt. Dazu zählt Sahm nicht nur Engel, Dämonen, Parapsychologie und Poltergeister, sondern auch außerirdisches Leben sowie die Mayas. Das, was er in der Ausstellung an Wissenswertem weitergebe, habe er sich autodidaktisch erarbeitet. Für Kinder unter zehn Jahren sei dies nicht geeignet.
"Wir werden zwar keine Monster oder Hexen zeigen, aber Leute durchaus mit ihren Ängsten konfrontieren, um sie wachzurütteln und sensibler zu werden." Ihre Dienste des Wahrsagens wird täglich auch eine Wahrsagerin gegen einen kleinen Obolus anbieten. Zudem will Sahm selbst an jedem Tag der Ausstellung um jeweils 13, 14 und 15 Uhr Vorstellungen zu Themen wie Weltreligionen und Exorzismus geben.
Und woran glaubt der Geschäftsmann selbst? "An etwas Höheres, das aber nicht Gott oder Jesus heißen muss."











