Mehr Unfälle in Stadt und Kreis
Polizeikommissariat legt Zahlen zum Verkehrsgeschehen im Jahr 2009 vor
WOLFENBÜTTEL. Die Karte des Landkreises Wolfenbüttel an der Wand des Büros ist übersät mit bunten Stecknadeln. Sie markieren die Unfälle, die sich dort ereignet haben. 2009 waren es mehr als in den Jahren zuvor. Das geht aus der Statistik hervor, die das Polizeikommissariat Wolfenbüttel gestern vorstellte.
Michael Kühne, Mitarbeiter im Sachgebiet Verkehr, sagt: "Das Jahr 2009 ist mit 2662 Unfällen ein Ausreißer." Im Jahr 2008 gab es nach Polizeiangaben 2477 Unfälle. Das sind 185 weniger. Auch die Zahl der Schwerverletzten und Toten sei gestiegen. Als schwerverletzt gilt man, wenn man nach einem Unfall mindestens einen Tag im Krankenhaus verbringt. Das hätten im vergangenen Jahr 92 Menschen gemusst. Zudem seien sechs Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben.
Polizeichef Karl-Jürgen Heldt sagt: "Die Entwicklung 2009 ist etwas ungünstiger als in den Vorjahren." Einzelne Gründe für die gestiegenen Unfallzahlen will Heldt nicht ausmachen. "Das Unfallgeschehen wird durch viele Faktoren beeinflusst."
An drei Orten, so Kühne, habe es besonders oft gekracht. Sie befinden sich alle im Stadtgebiet von Wolfenbüttel und sind auf der Wandkarte durch eine Anhäufung orangefarbener Stecknadeln zu erkennen:
die Halchtersche Kreuzung,
die Kreuzung Leipziger Straße, Ahlumer Straße, Jägermeisterstraße und Leopoldstraße,
die Ahlumer Kreuzung.
Vor allem letztere ist dem Wolfenbütteler Polizeikommissariat ein Dorn im Auge. 20-mal sei es dort im vergangenen Jahr zu Unfällen gekommen. "Noch in diesem Jahr soll an der Kreuzung deshalb ein Kreisverkehr gebaut werden", berichtet Kühne.
Leicht gesunken sei die Zahl der Unfallfluchten: von 543 auf 530. "Auffällig ist, dass im Winter viele Autospiegel abgefahren wurden", sagt Kühne. Die Ursache dafür sei vermutlich, dass die Straßen durch Schnee- und Eisberge enger und schlechter befahrbar gewesen seien.
Und noch etwas hat die Polizei in Wolfenbüttel beobachtet: Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor an Freitagen.













