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14. Februar 2012
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Anderen helfen statt wegsehen

Mehrere Veranstaltungen am Aktionstag für Zivilcourage und gegen Gewalt

Von Eva Pfeiffer

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WOLFENBÜTTEL. Im Film bedrohen zwei Männer einen dunkelhäutigen Fahrgast in der U-Bahn. Anstatt ihm zu helfen, gehen die anderen Mitfahrer vorbei. Isil Celik, Schülerin der Carl-Gotthard-Langhans-Schule in Wolfenbüttel, rutscht unruhig auf ihrem Stuhl nach vorne. "Das regt mich auf", sagt sie.

Filmszenen wie diese mit versteckter Kamera zeigt Bernd Neidhart von der Polizei Salzgitter den Berufsschülern am gestrigen Aktionstag für Zivilcourage. Lehrer Ralf Nordmeyer hat Neidharts Besuch mit initiiert. "An unserer Schule haben wir Probleme mit Gewalt und Mobbing. Die heutigen Veranstaltungen zur Prävention sollen deshalb erst der Anfang sein", sagt Nordmeyer. Außer der Polizei seien am Aktionstag das Jugendamt und die Jugendhilfe vertreten.

Neidhart: "Ich will mit den Schülern erarbeiten, was Zivilcourage überhaupt ist." Dazu sammelt er zunächst Begriffe, die die Schüler mit dem Thema verbinden. Worte wie "Mut", "Respekt", "nicht wegschauen" schreibt er an die Tafel.

In einem nächsten Schritt sollen die Jugendlichen lernen, zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden. Neidhart: "In einer Situation wie im Film in der U-Bahn ist es am besten, andere direkt anzusprechen und um Mithilfe zu bitten." Isil Celik erzählt, dass sie auf dem Schulhof schon mal bei einer Prügelei eingegriffen habe. "Ich will ja auch, dass andere mir helfen", sagt die 18-Jährige.

Mit Streit umgehen und anderen helfen, das sollen am Tag der Zivilcourage auch die Schüler der Grundschule Karlstraße in Wolfenbüttel lernen. Psychologin und Ergotherapeutin Katja Szameitat leitet dort ein Training zur Gewaltprävention.

Szameitat meint: "Zivilcourage fängt bei Erster Hilfe an." Deshalb zeigt Dominique Erol ihren Mitschülern, wie man eine Schnittwunde am Finger mit Pflaster verarztet. Die Zehnjährige engagiert sich an der Schule als Sanitäterin, wie Szameitat berichtet. Die Psychologin bietet an der Grundschule Karlstraße seit fast zwei Jahren Arbeitsgemeinschaften zu Gewaltprävention, Erster Hilfe und Mediation an.

Dienstag, 16.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11926560/menuid/2164
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