Wolfenbüttel erhält Fahrradstraßen
Verwaltung gibt im städtischen Bauausschuss einen Zwischenbericht zum neuen Radverkehrskonzept
WOLFENBÜTTEL. Schon die Arbeit am neuen Radverkehrskonzept für die Stadt Wolfenbüttel sorgt für Verbesserungen für die Radfahrer in Wolfenbüttel.
Das wurde bei der jüngsten Bauausschusssitzung deutlich, in der die Bauverwaltung den Planungsstand des Radverkehrskonzeptes vorlegte. Bau- und Planungsamtsleiter Gerhard Willms machte dabei deutlich, dass es sich noch um einen Zwischenbericht handele. Er geht davon aus, dass Ende des Jahres oder spätestens im Frühjahr 2011 das Konzept vollständig vorliegen werde.
Die bisherigen Vorschläge der Verwaltung stießen bei den Politikern auf Zustimmung. Stefan Brix von den Grünen bezeichnete den Planungsstand als "ganz gut". Ihm fehlten nur einige Grundsätze für das Radfahren in Wolfenbüttel, die jedoch noch erarbeitet würden, so Willms.
Positiv bewertet wurde von den Ausschussmitgliedern die geplante Einrichtung von Fahrradstraßen an den Straßen An der Schildwiese, Alter Weg und dem oberen Teil der Räubergasse.
Geprüft wird derzeit noch, ob auch die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) als Fahrradstraßen vorgeschlagenen Straßen Schinkelstraße, Am Jahnstein, Juliusstraße, Schöppenstedter Stieg, Zur Altenau und Lessingstraße ebenfalls für eine Umwandlung geeignet seien.
Auch die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für Radverkehr in Gegenrichtung wurde gelobt. Für die Karlstraße ist die Anordnung bereits erfolgt. Für die Neue Straße, Klosterstraße, Kanzleistraße und Brauergildenstraße ist die Freigabe vorgesehen. Weitere Einbahnstraßen werden noch überprüft, berichtete Jörn Illemann vom Bürgeramt.
An der Salzdahlumer Straße sowie der Dr.-Heinrich-Jasper-Straße soll zudem ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn für Radfahrer angelegt werden.
Soweit möglich sollen auch Maßnahmen von der umfangreichen Mängelliste in Angriff genommen werden, versprachen die Vertreter der Verwaltung. Die Mängelliste entstand aus der Bestandsaufnahme des Radwegenetzes. Die sich daraus ergebenen Vorhaben wurden in drei Kategorien je nach Dringlichkeit unterteilt.
Brigitte Wiblishauser (SPD) bat für diese Maßnahmen um einen Kosten- und Zeitplan, um Arbeiten eventuell in den nächsten Haushalt einzuplanen. Christiane Hunke (FDP) vertrat die Ansicht, dass man einige Vorhaben, zum Beispiel die Beseitigung eines Radverbotsschildes in einer Kleingartensiedlung, auch ohne Haushaltsbeschluss umsetzen könne.
Wichtig waren CDU-Vertreter Rainer Klapproth und Jürgen Hartmann (Linke) die Lückenschlüsse zu bestehenden Radwegen.
Die Verwaltung wartet zudem auf angekündigte, aber bisher noch nicht erfolgte Rückmeldungen der Fraktionen zum Radwegekonzept.













